Es gibt Momente im Leben eines Pferdehalters, die möchte man niemals erleben. Einer dieser Momente ist, wenn das eigene Pferd plötzlich kaum mehr auftreten kann, die Hufe heiß sind und jeder Schritt sichtbar schmerzt: Hufrehe. Diese Erkrankung ist nicht nur eine akute Bedrohung, sondern sie kann auch langfristig die Nutzung des Pferdes und sogar sein Leben infrage stellen.
Viele Pferdebesitzer fühlen sich in dieser Situation hilflos, weil die klassische Tiermedizin hier oft nur symptomatisch arbeiten kann: Schmerzmittel, Entzündungshemmer, strikte Diät. Doch aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin für Tiere (TCVM) und mit Hilfe der modernen Lasertherapie gibt es ganzheitliche Ansätze, die deutlich tiefer greifen – und genau darüber möchte ich Dir heute berichten.
Inhalte
Warum Hufrehe so gefürchtet ist
Bevor ich Dir mein Vorgehen Schritt für Schritt erkläre, lass uns kurz auf die Dimension dieser Erkrankung schauen. Hufrehe bedeutet eine entzündliche Veränderung der Huflederhaut, die durch eine gestörte Durchblutung und Stoffwechsellage ausgelöst wird. Die Folge: das Hufbein kann sich im Huf absenken oder sogar rotieren – eine Katastrophe für die Statik und das Wohlbefinden des Pferdes.
Akut zeigt sich die Rehe durch:
warme bis heiße Hufe
starke Lahmheit, oft auf mehreren Beinen
typische „Sägebockstellung“ zur Entlastung
pulsierende Schmerzen
Und: Hufrehe ist nie harmlos. Jeder Schub kann bleibende Schäden hinterlassen. Genau deshalb muss sofort gehandelt werden – und zwar nicht nur oberflächlich, sondern auch an der Wurzel.
Die Akutbehandlung – erster Schritt: Schmerzen lindern, Entzündung stoppen
Wenn ein Pferd mit akuter Hufrehe vor mir steht, geht es zuerst um das, was das Pferd am meisten belastet: den Schmerz. Hier nutze ich die Lasertherapie mit klar strukturiertem Vorgehen:
Sohle flächig bestrahlen: Mit entzündungshemmender Frequenz, um die Huflederhaut sofort zu beruhigen.
Kronsaum ringförmig behandeln: Rund um den Kronsaum setze ich Frequenzen ein, die schmerzlindernd und durchblutungsfördernd wirken. Auch die Ballengrube beziehe ich tief mit ein.
Akupunkturpunkte per Laser stimulieren: Besonders Punkte, die die Durchblutung fördern und Schmerz reduzieren. Das kann mit Nadeln erfolgen, aber die Laserakupunktur hat den Vorteil, dass ich Frequenzen gezielt wählen kann – z. B. für bessere Mikrozirkulation oder zur Hemmung der Histaminausschüttung.
Ein sehr bewährtes Konzept ist auch die Behandlung aller Ting-Punkte an den Hufen. Sie wirken direkt auf die Leitbahnen und können den akuten Schmerz erstaunlich schnell lindern.
Ergänzend: Chinesische Kräuter und Rezepturen
In dieser Phase setze ich zusätzlich chinesische Kräuter ein. Ziel ist es, Qi und Blut zu bewegen, Stagnationen zu lösen und den extremen Schmerz zu lindern. Eine klassische Rezeptur, die ich hier gerne verwende, ist Shen Tong Zhu Yu Tang. Sie wird traditionell eingesetzt, um Schmerzen durch Blockaden in Qi- und Blutfluss zu reduzieren.
Doch Akutbehandlung allein reicht nicht. Wir müssen unbedingt tiefer blicken.
Die Ursache verstehen – TCVM erklärt die Wurzel der Hufrehe
In der TCVM betrachten wir Krankheiten nie isoliert, sondern im Kontext der Funktionskreise. Und hier zeigt sich: Hufrehe ist fast nie nur ein lokales Geschehen im Huf. Es ist vielmehr Ausdruck einer systemischen Dysbalance.
Typische Ursachen sind:
Milz-Qi-Schwäche: Sie ist bei weitem der häufigste Auslöser. Das übergewichtige Pferd mit EMS (Equinem Metabolischen Syndrom), zu reichhaltiger Fütterung und zu wenig Bewegung – hier liegt die Wurzel meist in einer schwachen Mitte.
Leber-Disharmonien: Die Leber öffnet sich in den Hufen. Ist sie gestört, etwa durch Stoffwechselprobleme, Überlastung oder Stress, zeigt sich das direkt hier.
Nieren-Schwäche: Besonders relevant bei Cushing-Patienten oder älteren Pferden. Die Niere steht für Tiefe, Chronizität und hormonelle Balance.
Lunge und Herz: Emotionale Faktoren wie Trauer, Kummer oder Herz-Stress können ebenfalls eine Rehe begünstigen – meist in Kombination mit körperlichen Belastungen.
Das zeigt: Hufrehe ist nie eindimensional. Deshalb ist eine präzise Diagnose entscheidend.
Hufe tragen nicht nur den Körper, sondern auch die Seele des Pferdes – deshalb ist die Behandlung von Hufrehe so entscheidend.
So diagnostiziere ich in der TCVM
Um herauszufinden, welcher Funktionskreis tatsächlich die Wurzel bildet, nutze ich verschiedene Methoden:
Pulsdiagnose: Durch Fühlen an den Pulsstellen erkenne ich, ob eine Milz-Schwäche, Leber-Fülle oder eine andere Dysbalance vorliegt. Das erfordert viel Übung – ich habe selbst Jahre gebraucht, bis ich die Feinheiten sicher erfassen konnte.
Zungendiagnose: Farbe, Belag, Risse und Feuchtigkeit geben wichtige Hinweise auf innere Disharmonien.
Palpation diagnostischer Punkte: Zustimmungspunkte auf dem Rücken oder Alarmpunkte im Bauchbereich verraten, welche Organe betroffen sind.
Und dann kommt eine meiner liebsten Methoden hinzu: die kontrollierte Laserakupunktur. Hier kann ich pulsbasiert prüfen, wie das Pferd auf bestimmte Frequenzen reagiert. So lässt sich mit erstaunlicher Präzision feststellen, ob z. B. die Niere geschwächt ist, die Leber überhitzt oder die Milz blockiert.
Therapie über die Akutphase hinaus
Ist der Schmerz im Griff, kommt die entscheidende Phase: das Pferd so zu stabilisieren, dass es keinen erneuten Reheschub erleidet.
Fütterung & Haltung: Ganz klar – ohne Anpassung funktioniert keine Therapie. Übergewicht muss reduziert, Weidegang streng kontrolliert und die Ration an die TCVM-Diagnose angepasst werden.
Lasertherapie: Flächige Behandlungen über Leber und Niere mit Detox-Frequenzen regen die Entgiftung an. Auch Laserblutbehandlungen und Mikrobiom-Therapie sind hilfreich.
Chinesische Heilpilze: Besonders Maitake und Coprinus comatus können in der TCVM stoffwechselregulierend wirken, während Auricularia die Durchblutung verbessern kann.
Kräutertherapie: Je nach Diagnose setze ich Mischungen ein, die Milz und Leber stärken oder die Nierenkraft fördern.
Ein persönliches Beispiel
Mein Palomino-Wallach Hotte war einer meiner größten Lehrmeister. Mit 12 Jahren bekam er seine erste Hufrehe – weil er schlichtweg überfüttert wurde. Damals war ich noch nicht so weit in meiner Ausbildung, aber ich habe gelernt, ihn immer wieder zu stabilisieren. Seine Wurzel war eine Milz-Qi-Schwäche, die ich mit TCVM und später auch mit Lasertherapie behandeln konnte.
Hotte durfte 34 Jahre alt werden. Und ich bin überzeugt: ohne die Kombination aus klassischer Pferdehaltung, TCVM und Lasertherapie wäre das nicht möglich gewesen.
Video: So behandle ich Hufrehe in meiner Praxis
In meinem YouTube-Video zeige ich Dir noch einmal ganz konkret, wie ich in der Akutbehandlung vorgehe und welche Punkte ich nutze. Schau gerne rein:
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenFazit – und wie Du dieses Wissen selbst nutzen kannst
Hufrehe ist ein Albtraum für jedes Pferd und jeden Besitzer. Aber mit dem richtigen Wissen, einer klaren Diagnostik und den Möglichkeiten der TCVM und Lasertherapie können wir nicht nur Symptome lindern, sondern auch an die Wurzel gehen.
Damit Du Dir ein Bild machen kannst, lade ich Dich ein, Dir eine kostenfreie Probelektion zu buchen. Hier bekommst Du einen direkten Einblick in die Ausbildung und siehst, wie praxisnah und klar verständlich die Inhalte aufgebaut sind.
Mehr erfahren:
Tina Doxtader
-
Teile diesen Beitrag auf...
Die große Fachausbildung – jetzt noch umfassender!
Die besondere Online-Fachausbildung des „Fühlens“
Die Online-Ausbildung über Akupunktur ohne Nadel
Passende Kurse:
Die große Fachausbildung – jetzt noch umfassender!
** Schaue dir die Info-Webinare an **
HEUTE - 11 Uhr
- kostenfrei & online -
Infowebinar zur Lasertherapie-Ausbildung
Alle Infos über deinen Start in die Ausbildung zum gefragten Lasertherapeuten.
Gleich geht’s los!