Husten beim Pferd ist immer ein Warnsignal. Gerade, wenn er sich wiederholt, nicht abklingt oder das Pferd sogar Atemnot zeigt, schrillen bei jedem Besitzer die Alarmglocken. Viele denken dann sofort an Staub im Stall, Heuqualität oder an eine banale Erkältung. Doch manchmal steckt mehr dahinter – und dann fällt ein Wort, das Angst macht: Equines Asthma.
Früher sprach man von COPD beim Pferd, heute wird der Begriff Equines Asthma verwendet. Und egal, wie es heißt: Diese Erkrankung kann das Leben eines Pferdes komplett verändern. Vom treuen Reitbegleiter wird es plötzlich zum Hustenpatienten, für den jeder Ausritt zur Belastungsprobe wird. Manche Pferde können nicht einmal mehr frei auf der Wiese galoppieren, ohne zu röcheln. Das ist nicht nur für das Pferd dramatisch, sondern auch für Dich als Besitzer emotional schwer auszuhalten.
Doch genau an diesem Punkt öffnet sich ein spannender Weg: die Lasertherapie.
Inhalte
Warum Equines Asthma so komplex ist
Um zu verstehen, warum die Lasertherapie so wertvoll sein kann, musst Du Dir vor Augen führen, wie vielschichtig Equines Asthma ist. Es geht weit über einen einfachen Husten hinaus.
Die Schleimhaut der Atemwege ist chronisch entzündet und schwillt dadurch an. Gleichzeitig wird zäher Schleim gebildet, der die Bronchien verengt und die Atmung blockiert.
Das Zwerchfell als zentraler Atemmuskel ist oft verkrampft und verhindert, dass die Atmung frei fließen kann.
Auch andere Organe sind aus Sicht der TCVM beteiligt: Die Leber übernimmt Entgiftungsprozesse, die Milz reguliert den Schleimhaushalt, und die Nieren spielen eine Rolle bei der Entwicklung von chronischen Mustern.
Störfaktoren wie Narben oder Zahnprobleme können die Situation zusätzlich verschärfen.
Wenn Du nur die Symptome bekämpfst – also etwa den Schleim zu lösen oder die Bronchien zu erweitern –, bleibt die eigentliche Ursache im Hintergrund bestehen. Genau hier setzt die Lasertherapie an: Sie wirkt nicht nur oberflächlich, sondern kann helfen, die tieferen Zusammenhänge sichtbar zu machen und zu beeinflussen.
Flächenbestrahlung der Lunge
Die Basis meiner Arbeit bei Atemwegserkrankungen ist die Flächenbestrahlung der Lunge. Dabei wird der Laser über die Lungenflügel geführt, meist beidseitig. Diese Technik sorgt dafür, dass das Lungengewebe besser durchblutet und mit Sauerstoff versorgt wird.
Bei einem Pferd mit akuter Atemnot kann das oft schon erste Erleichterung bringen.
Bei chronischen Fällen schafft es die Grundlage, damit andere Therapien überhaupt greifen können.
Auch das Immunsystem profitiert, da die Lunge energetisch gestärkt wird.
Noch intensiver wird die Wirkung durch den Einsatz von Frequenzen. Sie wirken wie ein „Feintuning“ für den Körper: eine Frequenz gegen Entzündung, eine andere gegen Schleim, wieder eine andere zur Geweberegeneration. Ich wähle sie nicht einfach nach Gefühl, sondern teste sie über den RAC aus. So signalisiert mir das Pferd, welche Frequenz es im Moment am dringendsten benötigt.
Das ist faszinierend, weil es nicht meine Entscheidung ist, sondern die des Pferdekörpers. Ich zwinge ihm nichts auf, sondern folge seinem Bedarf.
Laserakupunktur – gezielte Unterstützung durch Punkte
Neben der Flächenbestrahlung nutze ich die Laserakupunktur. Sie kombiniert die jahrtausendealte Weisheit der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCVM) mit moderner Lasertechnologie.
Wichtige Punkte bei Atemwegsproblemen
Zustimmungspunkt der Lunge: direkter Bezug zur Atmung, stärkt den Funktionskreis Lunge.
Zustimmungspunkt des Zwerchfells: entspannt den Atemmuskel, verhindert krampfartige Verengungen.
Wirbelsäulenpunkte: lösen Blockierungen, verbessern die Beweglichkeit und indirekt die Atmung.
Zustimmungspunkt der Leber: entlastet den Stoffwechsel, der bei chronischen Erkrankungen häufig überfordert ist.
Zustimmungspunkt der Milz: reguliert Schleim und Feuchtigkeit – zwei Faktoren, die fast immer bei Asthma präsent sind.
Zustimmungspunkt der Nieren: stärkt die tiefe Regulationsfähigkeit und wirkt bei lang bestehenden Problemen.
Ein Punkt wird etwa 60 Sekunden mit dem Laser bestrahlt – völlig schmerzfrei. Manche Pferde entspannen dabei so tief, dass sie den Kopf senken, kauen und fast einschlafen.
Das Spannende: Nicht immer zeigt sich die Lunge selbst als Hauptproblem. Oft sind es die Nieren oder die Leber, die im Hintergrund die Erkrankung aufrechterhalten. Mit Hilfe des Puls-Feedbacks (RAC) kann ich genau feststellen, welcher Funktionskreis im Vordergrund steht.
Störherde erkennen und entstören
Equines Asthma ist oft nicht nur eine Erkrankung der Lunge. Es gibt fast immer Störherde, die das gesamte System blockieren.
Typische Störherde bei Pferden:
Narben – z. B. von Operationen, Verletzungen oder Kastrationen. Sie können Energiebahnen durchtrennen.
Zähne – besonders interessant: bestimmte Zähne wirken auf bestimmte Akupunkturpunkte, wie z.B. auf den Akupunkturpunkt Lunge 1. Chronische Hustensymptome hängen oft mit Zahnerkrankungen zusammen.
Nebenhöhlenentzündungen – unterschätzt, aber häufig ein Dauerproblem.
Ich beginne meine Suche nach Störherden fast immer am Kopf. Alles, was dort blockiert, wirkt sich besonders stark aus. Und oft ist es genau das fehlende Puzzleteil, das erklärt, warum ein Pferd trotz aller Behandlungen nicht gesund wird.
Auch bei mir selbst habe ich die Wirkung von Narben erlebt. Ich trage zwei sichtbare Narben am Hals. Hätte ich sie nicht regelmäßig entstört, könnten sie mich krank gemacht haben. Heute sind sie unauffällig, weil ich sie mehrfach behandelt habe – eine Erfahrung, die mich darin bestärkt, wie wichtig die Störherdsuche ist.
Persönliche Erfahrungen und Beobachtungen
Über die Jahre habe ich viele Pferde mit chronischem Husten begleitet. Einige galten als „hoffnungslose Fälle“. Mit der Lasertherapie – in Kombination mit TCVM-Diagnostik – konnte ich erleben, wie aus hustenden, kraftlosen Pferden wieder lebensfrohe Tiere wurden, die auf der Wiese galoppieren konnten.
Natürlich nicht von heute auf morgen, und auch nicht bei jedem Tier in gleicher Intensität. Aber die Erfolge sprechen für sich. Vor allem die Möglichkeit, die wahre Ursache der Erkrankung zu finden – sei es eine Narbe, ein Zahn oder eine Organbeteiligung – macht die Lasertherapie so einzigartig.
Meine Schülerinnen und Schüler berichten mir immer wieder von ähnlichen Aha-Momenten in ihrer Praxis: Ein Pferd, das trotz intensiver Fütterung und Inhalationen nicht besser wurde, zeigte nach der Entstörung eines Zahns und gezielter Lasertherapie deutliche Fortschritte. Solche Erlebnisse sind es, die uns zeigen, dass wir nicht an der Oberfläche bleiben dürfen.
Fazit
Equines Asthma ist eine schwere Erkrankung, die Pferde und ihre Besitzer stark belastet. Doch sie muss nicht das Ende von Freude an Bewegung und gemeinsamer Zeit bedeuten. Mit der Lasertherapie haben wir ein Werkzeug, das:
die Lunge energetisch stärkt,
Schleim reguliert,
das Zwerchfell entspannt,
tiefe Funktionskreise wie Niere und Leber anspricht,
und Störherde erkennt und auflöst.
Für mich ist es eine der faszinierendsten Methoden, weil sie Schulmedizin und Naturheilkunde verbindet – und das Pferd dort abholt, wo es steht.
Video: So behandle ich Equines Asthma mit Laser
In meinem YouTube-Video erkläre ich Dir Schritt für Schritt, wie eine Behandlung bei Equinem Asthma aussieht – von der Flächenbestrahlung über die Auswahl der Frequenzen bis hin zur Laserakupunktur.
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Tina Doxtader
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