Wenn ein Pferd hustet, schwer atmet oder schon bei geringer Belastung außer Atem gerät, ist das für jeden Pferdehalter belastend. Besonders schwierig wird es, wenn bereits vieles verändert wurde: Das Heu wird gewässert oder bedampft, die Einstreu ausgetauscht, die Haltung optimiert und trotzdem bleiben die Beschwerden bestehen.
Equines Asthma ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der unteren Atemwege. Je nach Ausprägung können Husten, Leistungsminderung, Schleimbildung und eine erhöhte Atemarbeit auftreten. Bei stärkeren Verläufen kann sogar die Atmung in Ruhe beeinträchtigt sein.
Ganz wichtig: Wiederkehrender Husten oder Atemnot gehören tierärztlich abgeklärt. Gerade bei akuter Atemnot ist eine schnelle tierärztliche Behandlung notwendig.
In meiner therapeutischen Arbeit setze ich Lasertherapie und Laserakupunktur ergänzend ein. Dabei arbeite ich nach einem mehrstufigen Konzept, das verschiedene Bereiche miteinander verbindet.
Lasertherapie ersetzt dabei weder die tierärztliche Diagnostik noch notwendige Medikamente oder ein konsequentes Haltungs- und Fütterungsmanagement.
Inhalte
Warum die Haltung beim Equinen Asthma so wichtig ist
Bevor ich überhaupt über Lasertherapie spreche, muss eines klar sein: Das Umfeld des Pferdes spielt bei Equinem Asthma eine entscheidende Rolle.
Staubiges Heu, schlechte Belüftung, ungeeignete Einstreu und eine hohe Belastung durch organische Partikel können die Atemwege zusätzlich reizen. Deshalb gehört ein möglichst staubarmes Management immer zur Grundlage.
Das kann beispielsweise bedeuten:
- Raufutterqualität überprüfen
- Heu je nach Pferd und Situation geeigneter aufbereiten
- staubarme Einstreu verwenden
- Stall und Fütterungsbereiche gut belüften
- starke Staubentwicklung vermeiden
- Haltung und Weidegang individuell anpassen
Nicht jede Maßnahme funktioniert bei jedem Pferd gleich gut. Deshalb sollte immer beobachtet werden, wie das einzelne Pferd darauf reagiert.
Säule 1: Flächige Lasertherapie am Brustkorb
Der erste Bestandteil meines Konzeptes ist eine großflächige Laseranwendung im Bereich des Brustkorbs.
Dabei arbeite ich langsam über dem gesamten entsprechenden Körperareal. Umgangssprachlich sage ich häufig, dass ich „die Lunge lasere“. Fachlich bedeutet das natürlich nicht, dass das Laserlicht sämtliche tief gelegenen Lungenbereiche vollständig erreicht.
Wie tief Laserlicht in Gewebe eindringt, hängt unter anderem von Wellenlänge, Leistung, Dosis und Gewebestruktur ab.
Gleichzeitig achte ich auf die Muskulatur zwischen den Rippen. Ein Pferd, das über längere Zeit angestrengt atmet, kann im Bereich des Brustkorbs deutliche muskuläre Spannungen entwickeln.
Ich verbinde die Laseranwendung deshalb häufig mit einer sanften Arbeit an der Zwischenrippenmuskulatur und im Bereich des Zwerchfells.
Bei verschiedenen Pferden habe ich dabei erlebt, dass sie während der Behandlung sichtbar entspannen. Manche schnauben ab, werden ruhiger oder lassen im Brustkorbbereich mehr Bewegung zu.
Das sind persönliche Beobachtungen aus meiner Praxis. Sie sind nicht mit einem wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweis gleichzusetzen.
Säule 2: Frequenzen als Ergänzung
Zusätzlich arbeite ich mit unterschiedlichen Frequenzprogrammen des Lasers.
Innerhalb der Frequenzlehren, die ich verwende, werden bestimmten Frequenzen verschiedene therapeutische Zielrichtungen zugeordnet. Dazu gehören beispielsweise Bereiche wie Atemwege, Regulation, Entspannung oder Entzündung.
Ich kombiniere diese Frequenzen mit meiner Flächenbehandlung und später auch mit der Laserakupunktur.
Auch hier ist eine klare Einordnung wichtig: Die Zuordnung einer bestimmten Frequenz zu einem therapeutischen Bereich bedeutet nicht automatisch, dass wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass diese Frequenz beim Equinen Asthma beispielsweise die Bronchien erweitert, Entzündungen sicher hemmt oder Schleim zuverlässig löst.
Ich nutze Frequenzen innerhalb meines persönlichen komplementärtherapeutischen Konzeptes.
Säule 3: Laserakupunktur
Der nächste Schritt ist die Laserakupunktur.
Dabei werden ausgewählte Akupunkturpunkte nicht mit einer Nadel, sondern mit Laserlicht stimuliert. Gerade bei Pferden, die auf Akupunkturnadeln empfindlich reagieren, kann das eine interessante Möglichkeit sein.
Bei Atemwegspatienten wähle ich die Akupunkturpunkte passend zum individuellen Befund aus. Dabei orientiere ich mich unter anderem an Konzepten der Traditionellen Chinesischen Veterinärmedizin.
Ich arbeite also nicht nach dem Schema: „Asthma bedeutet immer Punkt A, B und C.“
Jedes Pferd ist anders.
Das eine Tier zeigt starke Spannungen im Brustkorb, ein anderes wirkt insgesamt erschöpft, beim nächsten fallen zusätzliche Themen auf. Deshalb kombiniere ich die Punkte individuell und ergänze sie gegebenenfalls mit den entsprechenden Frequenzprogrammen.
Die Laserakupunktur verstehe ich dabei ebenfalls als ergänzende Methode und nicht als Ersatz für eine medizinisch notwendige Asthmabehandlung.
Säule 4: Kontrollierte Laserakupunktur mit RAC
Der vierte Bereich meines Konzeptes ist die kontrollierte Laserakupunktur.
Hier arbeite ich unter anderem mit dem sogenannten RAC, dem Reflex Auriculo Cardiaque. Dabei wird während der Untersuchung eine tastbare Pulsreaktion genutzt.
Ich verwende diese Methode, um innerhalb meines therapeutischen Systems nach zusätzlichen Auffälligkeiten zu suchen.
Denn gerade bei chronischen Patienten möchte ich nicht ausschließlich auf das sichtbare Symptom schauen.
Ein Pferd mit Equinem Asthma kann natürlich gleichzeitig andere Probleme haben. Deshalb berücksichtige ich beispielsweise auch den Bewegungsapparat, Narben, den Zahn- und Kieferbereich oder andere gesundheitliche Auffälligkeiten.
Gerade Zahnthemen sind mir in meiner Arbeit bei verschiedenen Atemwegspatienten immer wieder begegnet.
Wichtig ist allerdings die Abgrenzung: Ein auffälliger RAC-Befund beweist weder eine bestimmte Erkrankungsursache noch ersetzt er eine tierärztliche Diagnostik.
Wenn beispielsweise der Verdacht auf ein Zahnproblem entsteht, muss dieses fachgerecht untersucht werden. Muss ein Zahn behandelt, saniert oder gezogen werden, gehört das selbstverständlich in tierärztliche beziehungsweise entsprechend qualifizierte Hände.
Warum ich nach der „Wurzel“ schaue
In meinem therapeutischen Konzept interessiert mich nicht nur die Frage: Wie bekomme ich den Husten möglichst schnell weg?
Ich möchte verstehen, welche weiteren Belastungen beim einzelnen Pferd vorhanden sein könnten.
Wenn ich dabei von der „Wurzel“ einer Erkrankung spreche, meine ich diesen Begriff im Sinne meiner komplementärmedizinischen und traditionell chinesischen Arbeitsweise.
Damit behaupte ich nicht, dass sich die wissenschaftliche Ursache des Equinen Asthmas mit Laser oder RAC bestimmen lässt.
Bei Equinem Asthma sind unter anderem Umweltfaktoren und die Belastung durch inhalierbare Partikel wichtige medizinische Aspekte.
Mein Ansatz ergänzt diese Betrachtung, ersetzt sie aber nicht.
Medikamente und Lasertherapie schließen sich nicht aus
Ein Punkt ist mir besonders wichtig: Wenn Dein Pferd Medikamente benötigt, ist das kein Versagen.
Bei Equinem Asthma können nach tierärztlicher Einschätzung entzündungshemmende Medikamente und bronchienerweiternde Wirkstoffe notwendig sein.
Ich sehe meine Arbeit nicht als Gegenmodell zur Tiermedizin.
Im Gegenteil.
Ein gutes Therapiekonzept bedeutet für mich, unterschiedliche Möglichkeiten sinnvoll miteinander zu verbinden.
Haltungsmanagement, tierärztliche Behandlung und komplementäre Maßnahmen können nebeneinander ihren Platz haben.
Kann Lasertherapie Equines Asthma heilen?
Diese Frage bekomme ich natürlich immer wieder gestellt.
Meine Antwort darauf ist klar: Ich verspreche mit Lasertherapie keine Heilung von Equinem Asthma.
Gerade schweres Equines Asthma ist eine chronische Erkrankung, die häufig ein langfristiges Management benötigt.
Ich kann deshalb auch nicht versprechen, dass ein Pferd nach einer Laserbehandlung keine Medikamente mehr braucht, wieder uneingeschränkt geritten werden kann oder dauerhaft symptomfrei bleibt.
Was ich Dir vermitteln kann, ist mein therapeutisches Vorgehen und die Erfahrung, die ich über viele Jahre mit Lasertherapie, Laserakupunktur und kontrollierter Laserakupunktur gesammelt habe.
Mein Konzept zusammengefasst
Wenn ein Pferd mit Equinem Asthma zu mir kommt, steht für mich immer zuerst die medizinische Abklärung im Vordergrund.
Darauf aufbauend arbeite ich ergänzend mit vier Bereichen:
- flächige Laseranwendung im Bereich des Brustkorbs
- ergänzende Frequenzprogramme
- individuell ausgewählte Laserakupunkturpunkte
- kontrollierte Laserakupunktur mit RAC
Gleichzeitig berücksichtige ich muskuläre Spannungen, das Umfeld des Pferdes und mögliche zusätzliche gesundheitliche Belastungen.
Und genau darin liegt für mich der entscheidende Unterschied zwischen einer einzelnen Anwendung und einem umfassenden Therapiekonzept.
Lasertherapie richtig lernen
Wenn Du selbst therapeutisch mit Pferden oder Hunden arbeitest und Dich intensiver mit Lasertherapie beschäftigen möchtest, reicht es meiner Meinung nach nicht aus, einfach einen Laser zu kaufen und einige Punkte auswendig zu lernen.
Du solltest verstehen, was Du tust.
Dazu gehören unter anderem Laserphysik, Dosierung, Geräteeinstellungen, Sicherheitsmaßnahmen, Kontraindikationen, Flächenanwendungen, Frequenzkonzepte, Akupunkturpunkte und die praktische Umsetzung am Tier.
Genau diese Bereiche vermittle ich in meiner Online-Ausbildung „Lasertherapie & Kontrollierte Laserakupunktur für Hunde und Pferde“.
Dabei geht es nicht darum, Heilversprechen zu machen.
Ich möchte Dir zeigen, wie Du Lasertherapie strukturiert und verantwortungsvoll in Deine Arbeit integrieren kannst und wie Du gleichzeitig erkennst, wann eine tierärztliche Untersuchung oder Behandlung notwendig ist.
Equines Asthma mit Laser behandeln – im Video erklärt
Du möchtest Dir anschauen, wie ich bei einem Pferd mit Equinem Asthma praktisch vorgehe? In meinem YouTube-Video „Equines Asthma mit Laser behandeln“ zeige ich Dir direkt am Pferd, wie ich die verschiedenen Bestandteile meines Konzeptes miteinander kombiniere.
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Mehr InformationenFazit: Beim Equinen Asthma braucht es mehr als eine einzelne Methode
Equines Asthma ist komplex.
Deshalb gibt es aus meiner Sicht auch nicht die eine Anwendung, die für jedes Pferd automatisch funktioniert.
Die Grundlage bleibt eine tierärztliche Diagnose und ein möglichst passendes Haltungs- und Fütterungsmanagement. Notwendige Medikamente haben ebenso ihren Platz.
Lasertherapie, Laserakupunktur und meine kontrollierte Laserakupunktur können für mich ergänzende Bausteine innerhalb eines größeren therapeutischen Konzeptes sein.
Dabei schaue ich nicht ausschließlich auf den Husten, sondern auf das gesamte Pferd.
Denn genau das bedeutet ganzheitliche Tierheilkunde für mich: nicht alles mit einer einzigen Methode behandeln zu wollen, sondern zu erkennen, welche Maßnahmen für das einzelne Tier sinnvoll und verantwortbar sind.
Wenn Du tiefer in die Lasertherapie und Kontrollierte Laserakupunktur einsteigen möchtest, kannst Du ab dem 1. September in meiner Online-Ausbildung starten. Du bist Dir noch nicht sicher, ob die Ausbildung zu Dir passt? Dann fordere Dir gerne zunächst eine kostenlose Probelektion an und verschaffe Dir in Ruhe einen ersten Eindruck von den Inhalten und meiner Art zu unterrichten.
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Tina Doxtader
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