Manchmal sind es nicht die lauten Fälle, die einen innehalten lassen. Nicht der dramatische Husten, nicht das akute Notfallbild. Sondern diese leisen, zähen Verläufe, bei denen man spürt: Hier stimmt etwas ganz grundlegend nicht – und zwar schon lange.
So ein Fall ist Susi. Eine kleine Ponystute, etwa 17 Jahre alt. Und ja, sie ist wirklich zuckersüß. Aber genau das ist der Punkt: Auch kleine Körper können große Herausforderungen tragen.
Inhalte
Wenn Equines Asthma nicht hustet, sondern die Luft nimmt
Bei Susi wurde Equines Asthma tierärztlich diagnostiziert. Interessanterweise zeigte sich die Erkrankung nicht klassisch über Husten. Stattdessen standen ganz andere Symptome im Vordergrund:
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deutliche Atemnot
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ausgeprägte Bauchpresse
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hörbare Atemgeräusche, ein regelrechtes „Blubbern“
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schnelle Erschöpfung schon bei leichter Bewegung
Die Besitzerin berichtete, dass diese Symptome konstant vorhanden seien. Wetter, Jahreszeit oder Haltungsanpassungen machten keinen Unterschied. Auch das Bedampfen des Heus brachte keine erkennbare Erleichterung.
Mehrfach wurde Kortison inhalativ eingesetzt – ohne spürbare Wirkung. Eine Bronchoskopie zeigte keine Schleimbildung, dafür jedoch stark verkrampfte Atemwege. Auch hier bestätigte sich die Diagnose Equines Asthma. Der Zustand blieb unverändert.
Genau an diesem Punkt werde ich hellhörig. Denn wenn klassische Maßnahmen keine Veränderung bringen, lohnt sich ein anderer Blickwinkel – und vor allem eine andere Art der Diagnostik.
Mein Ansatz: Kontrollierte Laserakupunktur und RAC-Diagnostik
In solchen Fällen arbeite ich mit der Kontrollierten Laserakupunktur in Kombination mit der RAC-Diagnostik. Dabei nutze ich sogenannte Zustimmungspunkte auf dem Blasenmeridian, um den Körper gezielt „abzufragen“.
Das Prinzip ist einfach erklärt, aber tiefgehend in seiner Aussagekraft:
Wird ein gestörter Punkt mit dem Laser angereizt, reagiert der Körper mit einem messbaren Biofeedback – einer Pulsveränderung. Dieses Feedback zeigt mir nicht nur dass eine Störung vorliegt, sondern hilft mir auch herauszufinden, welcher Funktionskreis und welche Ebene betroffen sind.
Was der Körper von Susi gezeigt hat
Bei der Abfrage der Zustimmungspunkte reagierten deutlich:
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Blase 13 – Lunge
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Blase 17 – Zwerchfell
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Blase 18 – Leber
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Blase 23 – Niere
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Blase 28 – Blase / Meridianbezug
Schon dieses Bild sprach Bände. Die Lunge als betroffener Funktionskreis war erwartbar. Spannend wurde es beim Zwerchfell und der Leber:
Verkrampfte Atemwege, starke Bauchpresse, fehlendes Loslassen – all das passt hervorragend zu einer Beteiligung des Leber-Funktionskreises mit seiner Tendenz zu Spannung und Konstriktion.
Die Niere wiederum steht in der TCVM für Tiefe und Chronizität. Sie „empfängt“ das Qi der Lunge und hilft, es im Körper zu verankern. Ist diese Funktion geschwächt, kommt es zu Atemnot und Kurzatmigkeit – genau das, was Susi zeigte.
Chronizität auf mehreren Ebenen
Besonders deutlich wurde die Tiefe des Problems beim äußeren Ast des Blasenmeridians:
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Blase 42 reagierte klar – ein Hinweis auf tiefsitzende, lang bestehende Prozesse, oft mit psychoemotionaler Komponente.
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Im weiteren Scan zeigte sich auch Blase 52, der chronische Punkt der Niere.
Damit war für mich klar: Wir haben es hier nicht mit einem „frischen“ Asthmaproblem zu tun, sondern mit einer tief verankerten Dysbalance, die sich über Jahre entwickelt hat.
Leber, Muskulatur und Wirbelsäule – wenn alles zusammenkommt
Ein wichtiger Schritt war die weitere Differenzierung von Blase 18. Handelt es sich um ein organisches Leberproblem? Ein Entgiftungsthema? Oder etwas anderes?
Durch das Testen verschiedener Frequenzen zeigte sich schließlich ein klarer Hinweis auf ein muskuläres Problem. Und genau hier wird es spannend:
Verkrampfte Muskulatur kann Wirbel blockieren. Eine blockierte Wirbelsäule kann wiederum das Zwerchfell in seiner Aufhängung beeinträchtigen. Und das Zwerchfell ist zentral für eine freie Atmung.
Unter Pulskontrolle konnte ich eine Blockade im Bereich der Brustwirbelsäule lösen. Bereits während dieser Arbeit war eine Veränderung in der Atmung sichtbar. Susi bekam spürbar besser Luft. Solche Momente sind es, die mich jedes Mal aufs Neue demütig machen.
Laserakupunktur als begleitende Therapie
Im Anschluss habe ich gezielt mit der Laserakupunktur gearbeitet. Schmerzfrei, ruhig, präzise. Gerade bei sensiblen oder älteren Pferden ist das ein großer Vorteil.
Zum Einsatz kamen unter anderem:
Lunge 7 – ein zentraler Punkt bei Atemwegsthemen, öffnet das Konzeptionsgefäß
Konzeptionsgefäß 17 – Meisterpunkt des Qi, öffnet den Brustkorb
Ding Chuan – ein klassischer Zusatzpunkt bei Asthma
Blase 42 und Blase 23 – zur Begleitung der tiefen Chronizität
Niere 6 – zur Unterstützung der Verbindung zwischen Lunge und Niere
Durch die Kombination von Lunge 7 und Niere 6 entsteht ein geschlossener energetischer Kreislauf über Konzeptions- und Yin-Verbindungsgefäß – ein Ansatz, den ich in chronischen Fällen sehr schätze.
Erste Veränderungen und ein wichtiges Zeichen
Beim Folgetermin zeigte sich etwas, das mich besonders gefreut hat:
Susi konnte plötzlich husten.
Das mag im ersten Moment paradox klingen, ist für mich aber ein sehr positives Zeichen. Denn vorher war sie so verkrampft, dass ein Hustenreiz gar nicht möglich war. Jetzt konnte der Körper beginnen, sich zu regulieren und zu reagieren.
Warum diese Arbeit für mich mehr ist als ein Beruf
Ich sage es ganz ehrlich: Das hier ist kein Job. Es ist meine Berufung.
Ich habe früher in ganz anderen Bereichen gearbeitet, PC-Netzwerke aufgebaut, organisiert, geplant. Auch das war spannend. Aber nichts kommt an die Arbeit mit Tieren heran, an dieses stille Einverständnis, diese feine Kommunikation ohne Worte.
Wenn ein Pony wie Susi unter meinen Händen ruhiger atmet, wenn sich Spannung löst und der Körper wieder ins Arbeiten kommt, dann weiß ich genau, warum ich diesen Weg gegangen bin.
Schau Dir den gesamten Fall im Video an
Wenn Du Susi nicht nur lesen, sondern auch sehen möchtest, dann lade ich Dich ein, Dir mein YouTube-Video
„Equines Asthma mit Laserakupunktur behandelt“ anzuschauen.
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Denn Tiere wie Susi zeigen uns jeden Tag, wie sehr es sich lohnt, genauer hinzuschauen.
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Tina Doxtader
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Eine Antwort
Liebe Tina,
da ich selber 2 Kleinpferde mit ihren Herausforderungen habe, bin ich es immer sehr interessiert an Deinen Beiträgen.
Auch dieser wieder zum Thema Equines Ashma. Mein Pferd hat leider auch eine Pollenallergie und fängt mit der Problematik im Februar/März an und endet im September. Da sauge ich alles auf, was ihm helfen könnte.
Vielen Dank dafür.
Liebe Grüße Maria Kreimeier