Manche Tiere kommen auf die Welt und wirken vom ersten Tag an unglaublich stark, widerstandsfähig und stabil. Andere dagegen scheinen schon früh kleine oder größere „Baustellen“ mitzubringen. Vielleicht entwickelt das Pferd auffallend früh gesundheitliche Probleme. Vielleicht reagiert der Hund empfindlicher als andere. Oder man hat einfach das Gefühl: Irgendetwas liegt tiefer.
Genau an diesem Punkt wird es in der Traditionellen Chinesischen Medizin unglaublich spannend.
Denn in der TCVM betrachten wir nicht nur das, was heute sichtbar ist. Wir schauen auch auf das, was ein Tier bereits mitgebracht hat. Auf seine Grundsubstanz. Auf seine Essenz. Auf das, was in der chinesischen Medizin Jing genannt wird.
Und dieses Jing spielt aus meiner Sicht bei sehr vielen chronischen oder schwer therapierbaren Erkrankungen eine viel größere Rolle, als vielen bewusst ist.
Inhalte
Was bedeutet Erbgenetik aus Sicht der TCVM?
Wenn wir in der westlichen Medizin über Vererbung sprechen, denken die meisten zuerst an Gene, Chromosomen oder genetische Defekte.
In der TCVM betrachten wir das Thema viel umfassender.
Hier sprechen wir von der sogenannten Vorhimmelsessenz. Das ist der Teil des Jing, der bereits bei der Zeugung festgelegt wird. Also das, was das Tier von seinen Eltern – und auch von den Ahnenlinien davor – mitbekommt.
Und genau das finde ich persönlich unglaublich faszinierend.
Denn häufig sehen wir bei einem Tier bestimmte Muster, Schwächen oder Erkrankungen, die sich über Generationen hinweg ziehen. Manche Linien bringen robuste, stabile Tiere hervor. Andere wiederum zeigen immer wieder ähnliche Probleme.
Das können zum Beispiel sein:
- Schwächen des Bewegungsapparates
- hormonelle Auffälligkeiten
- Fruchtbarkeitsprobleme
- Hautprobleme
- Stoffwechselstörungen
- emotionale Instabilität
- chronische Atemwegserkrankungen
- schlechte Belastbarkeit
- schwache Regeneration
- Entwicklungsstörungen
Natürlich bedeutet eine genetische Vorbelastung nicht automatisch, dass ein Tier krank werden muss. Aber sie kann die Grundlage dafür schaffen, dass ein Organismus empfindlicher reagiert oder weniger gut kompensieren kann.
Und genau hier wird die TCVM so wertvoll.
Denn wenn ich erkenne, dass ein Tier eine schwächere Grundessenz mitbringt, dann behandle ich dieses Tier vollkommen anders.
Das Jing – die Essenz des Lebens
Das Jing gehört in der chinesischen Medizin zu den tiefsten und wichtigsten Substanzen überhaupt.
Man könnte sagen: Es ist die energetische Grundlage des Lebens.
Die chinesische Medizin unterscheidet dabei zwei Formen:
Die Vorhimmelsessenz
Das ist die Essenz, die bei der Zeugung entsteht.
Sie wird von den Elterntieren weitergegeben und ist nicht beliebig veränderbar. Genau deshalb sage ich im Unterricht oft etwas scherzhaft: „Der Drop ist gelutscht.“
Denn alles, was bereits bei der Zeugung angelegt wurde, können wir nicht einfach rückgängig machen.
Wenn ein Tier eine schwächere Erbenergie mitbekommen hat, dann bleibt diese Grundtendenz bestehen.
Und trotzdem können wir unglaublich viel tun.
Die Nachhimmelsessenz
Die Nachhimmelsessenz entsteht nach der Geburt und wird vor allem durch Milz und Magen aufgebaut.
Also durch:
- gutes Futter
- hochwertige Nährstoffe
- ausreichende Regeneration
- gute Luft
- Ruhe
- emotionale Stabilität
- artgerechte Haltung
Das bedeutet: Auch wenn ein Tier erbgenetische Schwächen mitbringt, können wir sein System trotzdem unterstützen und stabilisieren.
Und genau das ist für mich einer der wichtigsten Gedanken in der TCVM.
Wir können die Grundessenz vielleicht nicht komplett verändern. Aber wir können verhindern, dass sie unnötig schnell verbraucht wird.
Mein Pferd Bubi und die erbgenetische Belastung
Ich selbst habe dieses Thema sehr intensiv bei meinem Pferd Bubi erlebt.
Bubi ist ein absolut fantastisches Pferd. Wirklich ein ganz besonderer Charakter.
Er stammt von Aint it the Blues ab, aus einer tollen Linie mit unglaublich viel Qualität. Aber wie so oft werden eben nicht nur die positiven Dinge weitergegeben.
Bubi war Kryptorchide. Das bedeutet, er war Einhoder.
Ich habe ihn bereits als Jährling gekauft, und damals war der Hoden noch nicht abgestiegen. Er befand sich noch im Bauchraum und nicht im Leistenkanal. Wir haben wirklich versucht, ihn zum Absteigen zu bringen, aber das hat nicht funktioniert. Am Ende musste der Hoden in der Klinik operativ entfernt werden.
Und genau solche Dinge bringen mich immer wieder zum Nachdenken.
Denn natürlich stellt man sich die Frage: Was wurde hier vielleicht genetisch weitergegeben? Welche Schwäche lag möglicherweise bereits in der Linie?
In der TCVM würden wir sagen: Hier könnte die Essenz betroffen sein.
Und genau deshalb schaue ich bei solchen Tieren ganz anders hin.
Warum manche Tiere weniger kompensieren können
Ein Tier mit schwacher Essenz ist oft deutlich empfindlicher.
Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass es ständig krank ist. Aber diese Tiere haben häufig weniger Reserven.
Sie reagieren schneller auf:
- Stress
- Überforderung
- schlechte Haltung
- falsches Futter
- emotionale Belastungen
- chronische Erkrankungen
- zu intensives Training
- Schlafmangel
- Schmerzen
Ich sage oft scherzhaft: Mit „Sex, Drugs and Rock’n’Roll“ ist da energetisch nicht mehr so viel.
Und genau das meine ich ernst.
Denn ein Tier mit schwächerem Jing kann bestimmte Dinge einfach nicht so gut kompensieren wie ein Tier mit sehr starker Grundessenz.
Deshalb brauchen diese Tiere oft:
- mehr Ruhe
- bessere Regeneration
- angepasste Belastung
- hochwertiges Futter
- weniger Stress
- gezieltere therapeutische Unterstützung
Und genau das verändert die gesamte Herangehensweise in der Therapie.
Die Rolle der Nierenenergie
In der TCVM wird das Jing den Nieren zugeordnet.
Die Nieren speichern die Essenz.
Deshalb spielen der Nierenmeridian und die Nierenenergie bei erbgenetischen Themen eine unglaublich große Rolle.
Viele Tiere mit schwacher Essenz zeigen beispielsweise:
- Unsicherheit
- Ängstlichkeit
- frühes Altern
- schwache Knochen
- Entwicklungsprobleme
- hormonelle Auffälligkeiten
- Erschöpfung
- mangelnde Belastbarkeit
- chronische Schwächen
Und genau deshalb arbeite ich bei solchen Tieren sehr häufig über den Nierenmeridian.
Wenn man die Nierenenergie stabilisieren und unterstützen kann, hat das oft enorme Auswirkungen auf das gesamte System.
Wie kann man erbgenetische Belastungen testen?
Ein Bereich, den ich persönlich unglaublich spannend finde, ist die kontrollierte Laserakupunktur.
Hier arbeite ich unter anderem mit bestimmten Frequenzen und dem sogenannten RAC.
Der RAC ist eine Pulsreaktion, über die man testen kann, wie der Organismus auf bestimmte Reize reagiert.
Dabei teste ich unter RAC-Kontrolle spezielle Punkte auf dem Nierenmeridian.
Der Nierenmeridian verläuft innen am Hinterbein, und genau dort befinden sich wichtige Punkte, die in Resonanz mit der Essenz stehen.
Mit speziellen Erbenergiefrequenzen kann man Hinweise darauf bekommen:
- wie stark die Essenz wirkt
- ob eine Schwäche vorliegt
- wie belastbar das System energetisch ist
- ob bestimmte Bereiche auffällig reagieren
Das ersetzt selbstverständlich keine schulmedizinische Diagnostik.
Aber aus Sicht der TCVM liefert es oft unglaublich spannende Hinweise darauf, warum manche Tiere therapeutisch schwerer erreichbar sind oder warum bestimmte Muster immer wieder auftreten.
Auch beim Menschen spielt die Essenz eine Rolle
Ich finde es wichtig, an dieser Stelle ehrlich zu sagen: Natürlich betrifft das nicht nur Tiere.
Ich selber habe vermutlich ebenfalls keine besonders starke Erbenergie mitbekommen.
Meine Mutter war 39 Jahre alt, als sie mich bekommen hat. Mein Vater ist relativ früh mit 65 Jahren an Lungenkrebs gestorben.
Und auch ich merke: Ich muss gut auf mich achten.
Regeneration, Ernährung, Ruhe und ein bewusster Umgang mit den eigenen Kräften werden mit zunehmendem Alter immer wichtiger.
Vielleicht ist genau das auch einer der Gründe, warum mich dieses Thema emotional so berührt.
Denn wenn man einmal verstanden hat, wie tief die Essenz in der chinesischen Medizin verankert ist, beginnt man viele Dinge anders zu betrachten.
Man wird achtsamer.
Mit sich selbst. Und mit den Tieren.
Warum dieses Wissen therapeutisch so wichtig ist
Für mich verändert das Wissen über die Essenz die gesamte Therapie.
Denn wenn ich erkenne, dass ein Tier eine schwächere Grundsubstanz hat, dann weiß ich:
Dieses Tier braucht eine andere Herangehensweise.
Vielleicht langsamere Therapieschritte.
Vielleicht mehr Pausen.
Vielleicht weniger Druck.
Vielleicht mehr Aufbau statt ständiger Ausleitung.
Und genau das ist etwas, das viele Tierhalter unglaublich entlastet.
Denn oft denken Menschen: „Warum wird mein Tier nicht gesund wie andere?“ oder „Warum reagiert es so empfindlich?“
Und manchmal liegt die Antwort eben viel tiefer.
Die kontrollierte Laserakupunktur und das Arbeiten mit Frequenzen
Die Arbeit mit Frequenzen, Meridianen und RAC-Reaktionen gehört für mich zu den spannendsten Bereichen der modernen TCVM.
Denn hier verbindet sich traditionelles Wissen mit einer sehr feinen energetischen Testung.
In meiner Ausbildung lernst Du unter anderem:
- die Meridiane kennen
- die wichtigsten Akupunkturpunkte zu lokalisieren
- die Bedeutung der Nierenenergie zu verstehen
- mit Frequenzen zu arbeiten
- energetische Zusammenhänge zu erkennen
- die kontrollierte Laserakupunktur anzuwenden
- unter RAC-Kontrolle zu testen
Gerade die Arbeit mit dem Nierenmeridian und der Essenz ist unglaublich faszinierend, weil sie oft so tiefgreifende Auswirkungen auf das gesamte Tier haben kann.
Mein YouTube-Video zum Thema Erbgenetik in der TCVM
Wenn Du noch tiefer in das Thema eintauchen möchtest, habe ich dazu auch ein ausführliches YouTube-Video aufgenommen.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenMein Fazit zur Erbgenetik in der TCVM
Die TCVM zeigt uns, dass Gesundheit nicht erst im Hier und Jetzt beginnt.
Manche Dinge tragen Tiere bereits seit ihrer Zeugung in sich.
Und genau deshalb lohnt es sich, tiefer zu schauen.
Nicht jedes Tier startet mit denselben Voraussetzungen ins Leben. Manche bringen eine starke Essenz mit, andere brauchen deutlich mehr Unterstützung.
Doch genau darin liegt auch etwas sehr Berührendes.
Denn wenn wir erkennen, dass ein Tier vielleicht gar nicht „schwierig“, „empfindlich“ oder „therapieresistent“ ist, sondern schlicht weniger Reserven besitzt, verändert sich unser gesamter Blick.
Wir werden verständnisvoller.
Achtsamer.
Und oft auch deutlich sanfter in unserem Umgang.
Wenn Dich das Thema Nierenenergie, Jing, Meridiane, Frequenzen und kontrollierte Laserakupunktur interessiert, findest Du auf meiner Internetseite weitere Informationen zu meinem neuen Ausbildungsgang in der Lasertherapie für Tiere.
Dort kannst Du auch eine Probelektion anfordern und Dir einen ersten Eindruck verschaffen.
Vielleicht sehen wir uns ja schon bald in der Ausbildung.
Mehr erfahren:
Tina Doxtader
-
Teile diesen Beitrag auf...
Die große Fachausbildung – jetzt noch umfassender!
Die besondere Online-Fachausbildung des „Fühlens“
Die Online-Ausbildung über Akupunktur ohne Nadel
Passende Kurse:
Die große Fachausbildung – jetzt noch umfassender!
** Schaue dir die Info-Webinare an **
HEUTE - 11 Uhr
- kostenfrei & online -
Infowebinar zur Lasertherapie-Ausbildung
Alle Infos über deinen Start in die Ausbildung zum gefragten Lasertherapeuten.
Gleich geht’s los!