Manchmal sind es nicht die dramatischen Notfälle, die mich am meisten berühren, sondern diese stillen, chronischen Geschichten. Ein Tier wirkt auf den ersten Blick stabil, fast gesund – und doch steckt im Inneren etwas fest. Etwas, das immer wieder aufflammt.
So war es auch bei Morty.
Morty ist ein junger Kater, erst drei Jahre alt. Und trotzdem trägt er bereits zwei Themen in sich, die man bei Katzen leider häufig unterschätzt: felines Asthma und eine Blasenentzündung, die zwar schulmedizinisch ausgeheilt war – energetisch aber noch nicht ganz abgeschlossen.
Ich möchte Dir diesen Fall heute ausführlich vorstellen, weil er zeigt, wie tief chinesische Medizin auch bei Katzen greifen kann. Und wie wichtig es ist, nicht nur Symptome zu behandeln, sondern den gesamten Funktionskreis zu verstehen.
Inhalte
Morty – ein junger Kater mit Atemnot beim Spielen
Als Mortys Besitzerin zu mir kam, begann alles wie immer mit einer ausführlichen Anamnese. Denn bevor ich Punkte taste oder den Laser ansetze, möchte ich erst einmal hören:
Wie lebt das Tier?
Was ist passiert?
Wann begann es?
Wie fühlt sich der Verlauf an?
Mortys Besitzerin erzählte mir:
Morty hustet und hechelt immer wieder. Nicht dauerhaft, sondern in Anfällen. Besonders auffällig wurde es beim Spielen. Kein Katzenschnupfen, keine Infektion, kein klarer Auslöser – plötzlich war es einfach da.
Das ist typisch für felines Asthma.
Denn bei vielen Katzen entsteht Asthma nicht aus einer klassischen akuten Erkrankung heraus, sondern entwickelt sich schleichend. Oft sind es Umweltreize, emotionale Spannung oder eine tieferliegende energetische Schwäche, die sich irgendwann über die Lunge ausdrückt.
Die bisherige Behandlung: Inhalation statt Dauer-Cortison
Morty wurde schulmedizinisch mit einem Spray behandelt, also inhalativ. Cortison bekam er nur einmal – inzwischen ist er cortisonfrei.
Das ist für mich immer ein wichtiger Punkt.
Denn Cortison kann in akuten Phasen lebensrettend sein, aber es verändert langfristig die energetische Dynamik im Körper. Wenn wir es schaffen, die Katze stabil zu halten, ohne dauerhaft unterdrücken zu müssen, ist das ein großer Gewinn.
Die Besitzerin berichtete, dass der letzte Anfall etwa einen Monat zurücklag. In schlimmeren Phasen inhalierte Morty kurweise, meist sieben Tage am Stück – danach wurde es wieder besser.
Und dann kam noch die Blase dazu
Zusätzlich hatte Morty vor kurzem seine erste Blasenentzündung. Antibiotisch behandelt, laut Besitzerin ausgeheilt.
Doch genau hier werde ich als TCVM-Therapeutin hellhörig.
Denn gerade bei Blasenentzündungen sehen wir häufig, dass die schulmedizinische Infektion zwar verschwindet, energetisch aber noch etwas „hängen bleibt“.
Man könnte sagen:
Die Bakterien sind weg, aber der Körper hat das Muster noch nicht gelöst. Und das zeigte sich bei Morty sehr deutlich.
Mein erster Schritt: Pulsdiagnose bei der Katze
Nach dem Gespräch begann ich mit der Pulsdiagnose.
In der chinesischen Medizin fühlen wir nicht nur „den Puls“, sondern wir ertasten verschiedene Qualitäten und Ebenen, die den einzelnen Funktionskreisen zugeordnet sind.
Ich kann über den Puls Hinweise bekommen auf:
-
Lunge
-
Niere
-
Blase
-
Milz
-
Herz
-
Leber
-
und weitere Funktionskreise
Bei Morty hatte ich sehr schnell erste Hinweise:
Die Lunge war beteiligt – erwartbar bei Asthma.
Aber ebenso deutlich zeigte sich die Niere.
Und das ist kein Zufall.
Warum Niere und Lunge bei Asthma zusammengehören
In der TCVM sagen wir:
Die Lunge regiert das Qi.
Die Niere empfängt das Qi.
Das bedeutet:
Die Lunge bringt die Atemenergie nach unten – aber die Niere muss sie „festhalten“. Wenn die Niere zu schwach ist oder energetisch blockiert, kann das Qi nicht richtig absinken. Es steigt wieder nach oben.
Und genau daraus entstehen Symptome wie:
-
Husten
-
Atemnot
-
Hecheln
-
asthmatische Anfälle
Mortys Asthma hatte also nicht nur eine Lungenkomponente, sondern auch eine tieferliegende Nierenbeteiligung.
Das ist etwas, was man rein symptomatisch oft übersieht.
Die Blase war energetisch noch nicht frei
Zusätzlich zeigte sich im Puls auch der Funktionskreis Blase deutlich gestört. Obwohl die Blasenentzündung offiziell vorbei war, war energetisch noch feuchte Hitze vorhanden. Der Puls war schnell und schlüpfrig.
Das ist ein klassisches Zeichen für:
-
Feuchtigkeit
-
Hitze
-
Restpathogen in der Blase
Ich sage in solchen Fällen oft:
Das Antibiotikum hat den Erreger entfernt, aber die Blase ist noch nicht wieder in Balance.
Palpation diagnostischer Punkte – und Morty reagierte nicht
Dann ging es an die Palpation diagnostischer Akupunkturpunkte. Doch Morty zeigte: nichts.
Kein Punkt war druckdolent, keine Reaktion.
Und das ist bei Katzen nicht ungewöhnlich.
Katzen sind in fremder Umgebung oft sehr kontrolliert. Sie „funktionieren“, sie halten still, aber sie zeigen nicht unbedingt klar, wo es wehtut. Das macht die Diagnostik schwieriger.
Und genau deshalb nutze ich in solchen Fällen die Kontrollierte Laserakupunktur.
Kontrollierte Laserakupunktur: Ja-Nein-Diagnostik über den Puls
Bei Morty bin ich auf das Testen über den RAC-Puls übergegangen.
Das bedeutet:
Ich setze eine spezifische Frequenz am Punkt und beobachte, ob mein Puls reagiert.
Eine Pulsreaktion ist wie eine klare Antwort des Körpers:
Ja, dieser Punkt ist relevant.
Ja, hier sitzt das Muster.
Ja, hier müssen wir behandeln.
Und Morty zeigte sehr deutlich:
-
Zustimmungspunkt der Niere auffällig
-
Zustimmungspunkt der Blase auffällig
-
Alarmpunkt der Blase positiv
-
Konzeptionsgefäß 3 reagierte klar
Damit war mein Behandlungskonzept praktisch fertig.
Die Behandlung: sanft, schmerzfrei und von Katzen gut akzeptiert
Morty hat das wirklich unglaublich tapfer gemacht.
Ich empfinde es immer wieder als Geschenk, wie gut Katzen Laserfrequenzen annehmen. Viele genießen es regelrecht.
Ich begann mit:
Blase 23 – Zustimmungspunkt der Niere
Damit die Niere das Qi der Lunge empfangen kann.
Dann:
Blase 28 – Zustimmungspunkt der Blase
Hier zeigte sich noch deutliche Fülle. Genau das, was Puls und RAC bestätigt hatten.
Danach:
Lunge 7 – der Asthmapunkt schlechthin
Dieser Punkt öffnet das Konzeptionsgefäß und wirkt tief auf die Atmung.
Gekoppelt mit:
Niere 6
Um die Verbindung zwischen Lunge und Niere energetisch zu schließen.
Und zuletzt:
Konzeptionsgefäß 17 – Meisterpunkt des Qi
Damit Morty besser Luft bekommt und das Brust-Qi gestärkt wird.
Morty war zum Zeitpunkt der Behandlung symptomfrei – aber genau das ist der beste Moment, um langfristig Stabilität aufzubauen.
Und wie ging es weiter? Vitalpilze statt Kräutermischung
Normalerweise würde ich in solchen Fällen auch eine meiner chinesischen Kräutermischungen einsetzen.
Aber Katzen sind… Katzen. Viele verschmähen Kräuter, selbst wenn sie perfekt passen.
Was fast immer besser funktioniert, sind Vitalpilze.
Wir entschieden uns deshalb für:
-
Reishi
-
Cordyceps
Diese Kombination ist aus meiner Erfahrung besonders wertvoll bei:
-
chronischen Atemwegsthemen
-
energetischer Nierenschwäche
-
Immunmodulation
-
entzündlichen Prozessen
Morty bekommt diese Mischung nun über drei Monate.
Jetzt beobachten wir:
-
Treten Asthmaanfälle wieder auf?
-
Wie stark sind sie?
-
Wie lange halten sie an?
-
Muss inhalativ behandelt werden oder nicht?
Das ist die Phase, in der sich zeigt, wie nachhaltig der Körper umschalten kann.
Wenn Du Mortys Fall noch einmal direkt sehen möchtest
Vielleicht möchtest Du Morty nicht nur lesen, sondern ihn auch erleben.
Ich habe diesen gesamten Fall – die Anamnese, die Diagnostik über den Puls, die kontrollierte Laserakupunktur und die ersten therapeutischen Schritte – auch als Video begleitet.
Du kannst Dir dort ganz genau anschauen, wie ruhig und tapfer Morty diese Behandlung angenommen hat und wie differenziert wir auch bei Katzen energetische Muster erkennen können, selbst wenn sie äußerlich kaum reagieren.
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Mehr InformationenWas Du aus Mortys Fall mitnehmen kannst
Morty ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie gut Katzen auf chinesische Medizin ansprechen können.
Dieser Fall zeigt sehr deutlich:
-
Asthma ist nicht nur ein Lungenproblem
-
Die Niere spielt eine zentrale Rolle
-
bei Blasenentzündungen reicht nicht immer nur ein Antibiotikum
-
Laserakupunktur ist eine sanfte und effektive Methode bei Katzen
-
Vitalpilze sind oft eine sehr gute Alternative zu Kräutern
Und vor allem:
Auch junge Tiere können bereits chronische Muster entwickeln – aber man kann sie früh auffangen.
Mein Fazit als Dozentin und Therapeutin
Ich arbeite seit vielen Jahren mit der Traditionellen Chinesischen Medizin für Tiere und es berührt mich jedes Mal, wenn ich sehe, wie präzise und tief sie wirkt – selbst bei sensiblen Patienten wie Katzen.
Morty hat mir wieder einmal gezeigt:
Man muss nicht laut behandeln.
Man muss nicht unterdrücken.
Man darf verstehen.
Möchtest Du selbst lernen, Tiere so zu begleiten?
Wenn Du beim Lesen gespürt hast, wie tief die TCVM auch bei chronischen Erkrankungen wirken kann, dann ist das vielleicht genau der Weg, den Du ebenfalls gehen möchtest.
Denn genau solche Fälle sind es, die zeigen, wie wertvoll es ist, nicht nur Symptome zu behandeln, sondern den ganzen Organismus zu verstehen.
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Ich freue mich, wenn ich Dich ein Stück auf diesem Weg begleiten darf.
Mehr erfahren:
Tina Doxtader
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