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Ein Sehnenschaden gehört zu den Diagnosen, vor denen sich nahezu jeder Pferdehalter fürchtet. Oft geschieht es völlig unerwartet: Das Pferd kommt lahm von der Weide, zeigt eine Schwellung am Bein oder die Ultraschalluntersuchung bestätigt den Verdacht. Von einem Moment auf den anderen stehen Boxenruhe, lange Rehabilitationszeiten und viele offene Fragen im Raum. Wird die Sehne wieder stabil? Kann das Pferd irgendwann wieder belastet werden? Und vor allem: Wie lässt sich die Heilungsphase bestmöglich begleiten?

In meiner langjährigen Arbeit als Tierheilpraktikerin und Dozentin für Tierheilkunde habe ich zahlreiche Pferde mit Sehnenproblemen begleitet. Dabei hat sich für mich immer wieder gezeigt, dass kein Patient dem anderen gleicht. Genau deshalb arbeite ich nicht nach einem starren Schema, sondern mit einem individuellen Konzept aus Lasertherapie, kontrollierter Laserakupunktur und einer möglichst umfassenden Ursachenanalyse.

Mir ist dabei besonders wichtig zu betonen: Jeder Heilungsverlauf ist individuell. Auch wenn die Lasertherapie aus meiner praktischen Erfahrung eine wertvolle unterstützende Maßnahme sein kann, lässt sich der Behandlungserfolg niemals garantieren. Mein Ziel ist vielmehr, den Organismus während der Regeneration bestmöglich zu begleiten.

Inhalte

Warum Sehnenverletzungen beim Pferd so anspruchsvoll sind

Sehnen gehören zu den am stärksten belasteten Strukturen im gesamten Bewegungsapparat des Pferdes. Bei jedem Galoppsprung, jeder Landung und jeder schnellen Wendung wirken enorme Kräfte auf das Gewebe.

Kommt es zu einer Verletzung, beginnt der Körper unmittelbar mit der Reparatur. Allerdings unterscheidet sich das neu entstehende Narbengewebe in seiner Struktur häufig vom ursprünglichen Sehnengewebe. Dadurch kann die Elastizität eingeschränkt sein und die Belastbarkeit verändert werden.

Genau deshalb nehmen Sehnenverletzungen oftmals viel Zeit in Anspruch. Geduld, ein durchdachter Rehabilitationsplan und eine individuell angepasste Begleitung spielen während dieser Phase eine entscheidende Rolle.

Mein Konzept beginnt immer lokal

Der erste Schritt meiner Lasertherapie besteht in einer großflächigen Behandlung des betroffenen Sehnenbereiches.

Hier arbeite ich mit einer sogenannten Laserdusche, um das gesamte verletzte Gewebe möglichst gleichmäßig zu behandeln. Dabei steht für mich die lokale Begleitung des verletzten Areals im Mittelpunkt.

Die Behandlung wird individuell an den jeweiligen Befund angepasst. Denn keine Verletzung gleicht der anderen.

Frequenzen individuell auswählen

Ein wesentlicher Bestandteil meines Therapiekonzeptes ist die Arbeit mit unterschiedlichen Laserfrequenzen.

Je nach Situation moduliere ich verschiedene Frequenzprogramme auf den Laser. Dazu können beispielsweise Frequenzen gehören, die in der komplementären Lasertherapie traditionell zur Unterstützung eingesetzt werden, beispielsweise:

  • entzündungsbegleitende Frequenzen
  • Frequenzen zur Unterstützung der Wundheilung
  • schmerzlindernde Frequenzen
  • Frequenzen zur Anregung des Lymphflusses
 

Welche Frequenzen ich auswähle, entscheide ich immer anhand des einzelnen Patienten.

Ist die Sehne gerade frisch verletzt?

Liegt eine ausgeprägte Schwellung vor?

Steht der Schmerz im Vordergrund?

Oder befindet sich das Pferd bereits in einer späteren Regenerationsphase?

Jeder dieser Befunde erfordert für mich eine andere Herangehensweise.

Laserakupunktur als weiterer Baustein

Neben der lokalen Behandlung arbeite ich sehr häufig mit der Laserakupunktur.

Dabei beschränke ich mich nicht ausschließlich auf den verletzten Bereich. Im Gegenteil: Viele Akupunkturpunkte befinden sich weit entfernt von der eigentlichen Sehne.

Je nach individueller Situation können beispielsweise Punkte entlang verschiedener Meridiane oder auch im Bereich der Halswirbelsäule in das Therapiekonzept einbezogen werden.

Aus meiner praktischen Erfahrung beobachte ich immer wieder, dass Bewegungseinschränkungen oder Blockierungen Einfluss auf das gesamte Bewegungsmuster des Pferdes nehmen können. Deshalb gehört für mich immer der Blick auf den gesamten Organismus dazu.

Auch hier gilt: Nicht jeder Patient erhält dieselben Punkte. Jede Behandlung wird individuell zusammengestellt.

Nicht nur die Verletzung behandeln, sondern nach Ursachen suchen

Ein Punkt, der mir besonders am Herzen liegt, ist die Ursachenforschung.

Mich interessiert nicht ausschließlich die Frage:

„Warum ist die Sehne verletzt?“

Sondern vielmehr:

„Warum genau dieses Pferd?“

Deshalb arbeite ich ergänzend mit der kontrollierten Laserakupunktur sowie der RAC- beziehungsweise Pulsdiagnostik.

Hierbei überprüfe ich verschiedene Akupunkturpunkte und beobachte die Reaktionen des Organismus.

Ziel dieser Betrachtung ist es, mögliche funktionelle Zusammenhänge zu erkennen, die aus naturheilkundlicher Sicht zur erhöhten Verletzungsanfälligkeit beitragen könnten.

Jedes Pferd bringt seine eigenen Voraussetzungen mit

In meiner Praxis begegnen mir völlig unterschiedliche Pferdetypen.

Da gibt es Pferde, die sehr fest im Gewebe stehen. Ihnen fehlt häufig die notwendige Elastizität.

Andere Pferde besitzen eine enorme Beweglichkeit und scheinen nahezu jeden Spagat machen zu können. Auch das kann aus meiner Erfahrung mit einer erhöhten Verletzungsanfälligkeit einhergehen.

Deshalb gibt es für mich keine Standardtherapie.

Jeder Organismus bringt seine eigenen Stärken und Schwächen mit.

Und genau diese Unterschiede fließen in meine Behandlungsplanung ein.

Weitere mögliche Einflussfaktoren

Im Rahmen meiner naturheilkundlichen Arbeit berücksichtige ich außerdem verschiedene weitere Aspekte.

Dazu können unter anderem gehören:

  • funktionelle Einschränkungen im Bereich der Halswirbelsäule
  • Spannungen im Bewegungsapparat
  • Narben, die aus Sicht der Akupunktur den Energiefluss beeinflussen könnten
  • individuelle Konstitution des Bindegewebes
  • muskuläre Dysbalancen
  • Hinweise auf eine verminderte Versorgung des Gewebes
 

Diese Zusammenhänge entstammen naturheilkundlichen Betrachtungsweisen und sind Bestandteil meines ganzheitlichen Behandlungskonzeptes.

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Warum mir die Gewebequalität besonders wichtig ist

Während der Regenerationsphase beschäftigt mich vor allem eine Frage:

Wie kann das verletzte Gewebe möglichst günstig bei seiner Heilung begleitet werden?

Aus meiner praktischen Erfahrung beobachte ich unter begleitender Lasertherapie häufig eine gute Gewebeentwicklung während der Heilungsphase. Ziel meiner Behandlung ist es, den Organismus in seinen natürlichen Regenerationsprozessen zu unterstützen.

Dabei hoffe ich selbstverständlich immer, dass sich Kollagen- und Elastinfasern möglichst gleichmäßig organisieren und sich ein belastbares Gewebe entwickeln kann.

Dennoch gehört zur Ehrlichkeit dazu:

Eine verletzte Sehne bleibt eine verletzte Sehne.

Narbengewebe lässt sich nicht vollständig vermeiden.

Ob und in welchem Umfang ein Pferd später wieder belastbar wird, hängt von zahlreichen individuellen Faktoren ab und kann im Vorfeld nicht vorhergesagt werden.

Ganzheitlich denken statt nur lokal behandeln

Für mich endet die Therapie nicht an der verletzten Sehne.

Ich möchte den gesamten Organismus betrachten.

Dazu gehören unter anderem:

  • Beweglichkeit
  • Muskulatur
  • Faszien
  • Bindegewebe
  • individuelle Konstitution
  • funktionelle Zusammenhänge
 

Denn mein Ziel ist es, das Pferd während seiner Regeneration möglichst umfassend zu begleiten.

Mein YouTube-Video: Sehnenprobleme mit Laser behandeln

Wenn Du mein Behandlungskonzept in der Praxis sehen möchtest, findest Du hier das passende Video:

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Mehr Informationen

Darin zeige ich Dir Schritt für Schritt, wie ich bei Pferden mit Sehnenproblemen vorgehe, welche Rolle die Flächentherapie, Laserakupunktur und Frequenzen spielen und weshalb ich großen Wert auf eine individuelle Ursachenanalyse lege.

Mein Fazit

Nach vielen Jahren in der Tierheilpraxis bin ich überzeugt, dass jedes Pferd eine individuelle Betrachtung verdient.

Genau deshalb kombiniere ich in meiner täglichen Arbeit verschiedene Bausteine der Lasertherapie mit der kontrollierten Laserakupunktur und einer ausführlichen Ursachenanalyse.

Nicht jede Sehnenverletzung verläuft gleich. Nicht jedes Pferd reagiert identisch. Und genau darin liegt für mich die eigentliche Kunst einer ganzheitlichen Therapie: den Organismus als Ganzes wahrzunehmen und jede Behandlung individuell anzupassen.

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Tina Doxtader

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