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Wenn im Sommer die Mückenzeit beginnt, wird es für manche Pferde unangenehm. Besonders Mähne, Schweifrübe und Bauchnaht können beim Sommerekzem betroffen sein. Das Pferd scheuert sich, die Haut wird gereizt und für Dich als Pferdebesitzer stellt sich schnell die Frage: Wie kann ich mein Pferd sinnvoll unterstützen?

In meiner Arbeit als Tierheilpraktikerin nutze ich dafür unter anderem die Lasertherapie und die kontrollierte Laserakupunktur. Dabei geht es mir nicht darum, einfach nur den Laser auf die betroffene Stelle zu halten. Ich möchte strukturiert vorgehen und vor allem herausfinden, warum genau dieses Pferd so stark reagiert.

Inhalte

Schritt 1: Die betroffenen Bereiche flächig lasern

Bei einem Pferd mit Sommerekzem würde ich zunächst die typischerweise betroffenen Stellen flächig behandeln. Dazu gehören vor allem die Mähne, die Schweifrübe und häufig auch die Bauchnaht.

Bei einer Demonstration zeige ich das gerne an meinem Pferd Bubi. Er hat zum Glück selbst kein Sommerexzem. Der Laser bleibt bei einer solchen Vorführung ausgeschaltet, weil bei der tatsächlichen Anwendung natürlich die entsprechenden Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.

Mit der Flächentherapie möchte ich in meinem therapeutischen Ansatz vor allem die Themen Entzündung, Wundheilung und Juckreiz berücksichtigen.

Dabei arbeite ich nicht einfach irgendwie über die Haut. Ich wähle gezielt eine Frequenz aus, die zu meinem jeweiligen Behandlungsziel passt.

Für mich gehört genau das zu einer durchdachten Lasertherapie: Ich möchte immer wissen, warum ich etwas mache.

Schritt 2: Laserakupunktur mit dem Laser-Pen

Nach der Flächentherapie wähle ich passende Akupunkturpunkte aus und arbeite mit meinem Laser-Pen.

Dabei können beispielsweise Punkte interessant sein, die ich in meinem therapeutischen System mit Hitze, Ausleitung, Juckreiz oder Wundheilung verbinde.

Auch hier kommen wieder gezielt ausgewählte Frequenzen zum Einsatz.

Damit habe ich bereits zwei Ebenen:

Zum einen behandle ich die sichtbaren Bereiche des Sommerekzems. Zum anderen arbeite ich über ausgewählte Akupunkturpunkte.

Für mich beginnt jetzt aber der eigentlich entscheidende Teil.

Warum hat genau dieses Pferd Sommerekzem?

Diese Frage stelle ich mir bei jedem betroffenen Pferd.

Meine Pferde Roman und Bubi stehen ebenfalls mitten zwischen Fliegen und Mücken. Gerade bei uns in der Nähe des Moores haben wir teilweise eine starke Mückenbelastung.

Trotzdem haben beide kein Sommerekzem.

Also möchte ich wissen: Was ist bei einem betroffenen Pferd anders?

Genau deshalb untersuche ich meine Patienten mit der kontrollierten Laserakupunktur.

Mit dem Laser-Pen überprüfe ich unter anderem die für meine Arbeit relevanten Shu-Punkte. Das Ganze erfolgt unter Pulskontrolle mithilfe des RAC.

Auf diese Weise versuche ich herauszufinden, wo aus meiner therapeutischen Sicht die Wurzel des Problems liegen könnte.

Blutmangel und schwaches Wei-Qi

Bei Sommerekzem-Pferden begegnen mir innerhalb meines Akupunktursystems beispielsweise immer wieder Themen, die ich als Blutmangel oder als Schwäche des Wei-Qi einordne.

Das Wei-Qi wird in diesem therapeutischen Denkmodell mit der Abwehr gegenüber sogenannten pathogenen Faktoren in Verbindung gebracht. Dazu beziehe ich bei meiner Betrachtung auch die Belastung durch Kriebelmücken und andere Insekten mit ein.

Mir ist dabei wichtig: Begriffe wie Blut-Mangel, Wei-Qi oder pathogene Faktoren stammen aus meinem naturheilkundlichen beziehungsweise akupunkturbezogenen Therapiesystem.

Ich möchte damit nicht einfach nur das sichtbare Symptom behandeln. Ich versuche herauszufinden, wo ich das einzelne Pferd zusätzlich unterstützen kann.

Die ruhige Jahreszeit ist besonders wertvoll

Ich arbeite bei einem Sommerekzem nicht nur dann, wenn die Symptome gerade besonders stark sind.

Gerade Herbst und Winter finde ich therapeutisch sehr interessant.

In dieser Zeit möchte ich mich intensiv mit der möglichen Wurzel beschäftigen und das Pferd entsprechend begleiten.

Allerdings wird dieses Zeitfenster teilweise immer kleiner. Bei uns haben wir beispielsweise schon im Januar die ersten Mücken gesehen.

Deshalb ist es sinnvoll, langfristig zu denken.

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Sommerekzem braucht Geduld

Ich kann nicht zaubern.

Wenn ich nicht nur die sichtbaren Hautstellen behandeln, sondern auch an den aus meiner Sicht zugrunde liegenden Themen arbeiten möchte, kann das dauern.

Teilweise begleite ich ein Pferd über mehrere Jahre.

Im ersten Jahr können sich möglicherweise erste Veränderungen zeigen, während das bisherige Management weiterhin notwendig bleibt. Das Pferd trägt beispielsweise weiterhin seine Ekzemerdecke oder wird zusätzlich entsprechend gepflegt.

In den folgenden Jahren wird immer wieder neu beurteilt, wie sich das Pferd entwickelt und welche Maßnahmen noch benötigt werden.

Dabei gibt es keinen festen Fahrplan und natürlich auch keine Garantie dafür, dass ein bestimmtes Ergebnis nach einem, zwei oder drei Jahren erreicht wird.

Jedes Pferd reagiert individuell.

Narben und Zähne nicht vergessen

Bei meiner Untersuchung schaue ich mir außerdem gerne vorhandene Narben genauer an.

Ich überprüfe, ob eine Narbe innerhalb meines Therapiesystems als mögliches Narbenstörfeld auffällt. Das bedeutet nicht, dass jede Narbe automatisch problematisch ist. Deshalb wird untersucht und nicht einfach auf Verdacht behandelt.

Auch die Zähne können für mich ein interessanter Bereich sein.

Beherdete Zähne können aus meiner therapeutischen Sicht zusätzliche Problematiken im Pferd beeinflussen. Deshalb berücksichtige ich sie bei meiner Suche nach möglichen Belastungsfaktoren ebenfalls.

Für mich gilt immer:

Nicht jedes Sommerekzem-Pferd bekommt dieselbe Behandlung.

Ich möchte den einzelnen Patienten verstehen.

Lasertherapie bedeutet für mich mehr als „Laser draufhalten“

Natürlich kann bereits die Flächentherapie ein wichtiger Bestandteil der Behandlung sein.

Aber für mich geht Lasertherapie deutlich weiter.

Ich möchte wissen:

Welche Frequenz möchte ich einsetzen?

Welche Akupunkturpunkte passen zu diesem Pferd?

Was zeigt mir die Untersuchung?

Wo könnte aus meiner therapeutischen Sicht die Wurzel liegen?

Gibt es auffällige Narben oder weitere Faktoren, die ich berücksichtigen sollte?

Genau diese Fragen machen aus einer allgemeinen Anwendung eine individuelle Therapie.

Lasertherapie und kontrollierte Laserakupunktur lernen

Wenn Du selbst Therapeutin oder Therapeut bist, bereits einen Laser besitzt oder Dich intensiver mit diesem Thema beschäftigen möchtest, vermittle ich genau diese Arbeitsweise in meiner großen Ausbildung für Lasertherapie und kontrollierte Laserakupunktur.

Die Ausbildung startet am 1. September.

Du lernst dort nicht einfach nur, einen Laser auf eine bestimmte Stelle zu halten. Mir ist viel wichtiger, dass Du verstehst, warum Du etwas machst.

Du lernst unter anderem, wie ich mit Flächentherapie arbeite, Frequenzen auswähle, den Laser-Pen einsetze und über die kontrollierte Laserakupunktur versuche, individuelle therapeutische Zusammenhänge herauszuarbeiten.

Denn genau darum geht es mir:

Nicht einfach nur das sichtbare Problem behandeln, sondern den Patienten als Ganzes betrachten.

Mein Fazit

Beim Sommerekzem würde ich zunächst die betroffenen Bereiche wie Mähne, Schweifrübe und Bauchnaht flächig behandeln und dafür gezielt passende Frequenzen auswählen.

Anschließend arbeite ich mit ausgesuchten Akupunkturpunkten und dem Laser-Pen.

Der wichtigste Schritt bleibt für mich jedoch die Frage:

Warum reagiert genau dieses Pferd so stark auf die Mücken?

Mit der kontrollierten Laserakupunktur, der Pulskontrolle und meiner individuellen Untersuchung versuche ich, genau dieser Frage näherzukommen.

Denn für mich ist ein Sommerexzem-Pferd niemals einfach nur „ein Sommerexzem“.

Es ist immer Dein individuelles Pferd, mit seiner eigenen Geschichte und seinen eigenen therapeutischen Schwerpunkten.

Sommerekzem mit Lasertherapie behandeln – im Video erklärt

Du möchtest Dir meinen Ablauf noch einmal direkt am Pferd anschauen? In meinem YouTube-Video „Sommerekzem mit Lasertherapie behandeln“ zeige ich Dir Schritt für Schritt, wie ich bei einem betroffenen Pferd vorgehen würde.

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Tina Doxtader

Wissen, Gefühl und Herz bei der Behandlung von Tieren zu vereinen ist mein Anliegen und so gebe ich es auch weiter.
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