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Manchmal gibt es Momente, in denen Du innehältst, weil sich etwas verändert – nicht unbedingt spektakulär, aber so deutlich, dass Du es ernst nehmen musst. Genau solche Momente haben mich in den letzten Monaten begleitet. Nicht, weil ich plötzlich „eine neue Wahrheit“ gefunden hätte, sondern weil ich in meiner täglichen Arbeit mit Tieren Dinge beobachte, die meinen Blick erweitert haben.

Dieser Beitrag ist ein persönlicher Erfahrungsbericht. Er ersetzt keine tierärztliche Diagnostik und ist keine Aussage über gesicherte Wirksamkeit. Ich beschreibe, was ich erlebt habe – verantwortungsvoll, reflektiert und ohne Versprechen.

Inhalte

Ein Körper ist mehr als sein Symptom

Mein Name ist Sophia Strauß. Ich arbeite seit mittlerweile über 13 Jahren als Tiertherapeutin im hohen Norden, in Kiel. Durch meine Arbeit in der Osteopathie habe ich immer wieder erlebt, wie sensibel ein Organismus reagiert, wenn man ihm Raum gibt. Ich habe gelernt, dass es manchmal nicht viele Reize braucht – sondern die richtigen. Und dass die Art, wie wir ein Tier wahrnehmen, oft genauso entscheidend ist wie die Technik, die wir anwenden.

Gerade diese ganzheitliche Betrachtung hat mich offen gemacht für eine weitere Perspektive.

Mein Einstieg in die TCVM – und warum mich das so beschäftigt

Seit 13 Monaten lerne ich die Welt der traditionellen chinesischen Medizin für Tiere durch Tina Doxtader kennen. Ich stehe dabei noch am Anfang. Trotzdem hat mich bereits in den ersten Anwendungen beeindruckt, wie klar strukturiert dieses System sein kann – und wie konsequent es versucht, Zusammenhänge zu erkennen.

In meiner Praxis unterstütze ich aktuell vor allem orthopädische Patienten mit Akupunktur. Gleichzeitig begegnen mir immer wieder Tiere, bei denen nicht der Bewegungsapparat im Vordergrund steht, sondern Verdauung, Appetit, Allgemeinbefinden oder eine längere Vorgeschichte.

Was ich dabei beobachte, ist weniger ein „schnelles Ergebnis“, sondern häufig eine Verschiebung im Gesamtbild: Manche Tiere wirken nach einer Behandlung ruhiger, präsenter oder „mehr bei sich“. Bei akuten Magen-Darm-Themen sehe ich manchmal zeitnahe Veränderungen im Ausdruck oder in der Anspannung. Das sind Beobachtungen – keine Zusagen. Und ich halte sie genau deshalb für wertvoll, weil sie mich zwingen, sauber hinzuschauen und nicht vorschnell zu interpretieren.

Am stärksten berührt hat mich jedoch ein Fall, der nicht „ein Patient“ war, sondern mein eigener Hund.

Wenn es um das eigene Tier geht, wird aus Fachlichkeit plötzlich Gefühl

Mein Nova Scotia Duck Tolling Retriever-Rüde Anyu ist 13,5 Jahre alt. Anfang 2024 wurde bei ihm ein malignes Melanom der Maulschleimhaut diagnostiziert. Ein halbes Jahr später folgten weitere Melanome. Alle wurden operativ entfernt.

Nach der letzten Operation im Oktober 2024 war mein Wunsch klar: Wenn es irgendwie vertretbar ist, möchte ich ihm weitere Narkosen ersparen. Und gleichzeitig wusste ich: Ich werde nichts aussitzen, wenn mein Bauchgefühl Alarm schlägt.

Ein Jahr später stand ich wieder vor genau dieser Spannung.

Auf seinem Nasenrücken entwickelte sich ein etwa 1,5 cm länglicher brauner Pigmentfleck, der sich innerhalb kurzer Zeit schwarz verfärbte. Diese Schwarzfärbung wurde erhaben und begann zu wachsen. Ich kontaktierte unseren onkologischen Fachtierarzt. Aufgrund der Vorgeschichte empfahl er eine operative Entfernung. Ohne Biopsie war nicht sicher zu sagen, um welche Veränderung es sich handelte.

Ein Fall aus der Weiterbildung – und der Impuls, nichts unversucht zu lassen

Einige Monate zuvor hatte ich den Fall einer anderen Schülerin von Tina verfolgt. Sie hatte eine auffällige Hautveränderung bei einem Pferd mit einer speziellen Form der Akupunktur begleitet. Die Veränderung hatte sich im Verlauf deutlich verändert und war schließlich abgegangen. Dieser Fall blieb bei mir präsent – nicht als „Beweis“, sondern als Erfahrung, die mich neugierig gemacht hat.

Ich hörte den Unterricht zu dieser Methode auf unserer Lernplattform und bat das Team von Tina um Unterstützung, um Anyu zusätzlich zur schulmedizinischen Abklärung bestmöglich zu begleiten – ohne dabei Grenzen zu verwischen.

So ging ich zwei Wege parallel:

  • eine gezielte Akupunktur-Anwendung als begleitende Maßnahme

  • und zeitgleich eine grundsätzliche Behandlung auf Basis einer vollständigen TCVM-Anamnese, mit dem Ziel, Anyus Gesamtsystem und seine Konstitution zu unterstützen

Parallel vereinbarte ich einen Termin für einen Herzultraschall, um auch im Fall einer Operation vorbereitet zu sein. Und während ich organisatorisch funktionierte, liefen innerlich natürlich Sorgen, Gedanken und Stress mit. Wenn Du Dein eigenes Tier ansiehst und merkst, dass etwas schnell wächst, dann ist das keine theoretische Situation. Dann ist das emotional.

TCVM-Sichtweise: Zusammenhänge statt Einzelbefund

Als ich die grundlegende Behandlung weiterführte, orientierte ich mich an der Denkweise der traditionellen chinesischen Medizin, in der Hautzubildungen häufig dem Konzept „Schleim“ zugeordnet werden. In Anyus Fall passte diese Einordnung zu seiner Vorgeschichte: chronische Verdauungsprobleme und Hinweise auf eine Schwäche in der „Mitte“.

Als tiefere Ebene zeigte sich für mich außerdem eine Schwäche des Wasser-Elements, insbesondere im Bereich der Nieren – ein Thema, das sich aus meiner Sicht wie ein roter Faden durch sein Leben zog.

Auf dieser Basis setzte ich Akupunktur-Impulse, die sich an diesen Mustern orientierten: Unterstützung der Konstitution, Begleitung der Verdauung und Anregung von Prozessen, die in der TCVM mit „Schleim“ in Verbindung gebracht werden.

Ich nenne hier bewusst keine konkreten Punktkombinationen und keine genaue Technik-Anleitung, weil dieser Beitrag kein Behandlungsrezept sein soll. Mir geht es um das Erleben und um die Denkweise dahinter.

Was ich in den Tagen danach beobachtet habe

Am Morgen nach einer der Anwendungen fiel mir auf, dass sich ein Teil der dunklen Hautveränderung gelöst hatte und darunter rosafarbene Haut sichtbar wurde. In den darauffolgenden Tagen löste sich schließlich die gesamte Veränderung.

Dort, wo zuvor eine dunkle, erhabene Stelle gewesen war, zeigte sich wieder unauffällige Haut.

Die Beobachtung blieb stehen: Die Veränderung war weg. Und nach Rücksprache mit dem Fachtierarzt konnten wir auf eine Operation verzichten.

Damit war nicht „alles gut“. Aber wir hatten Zeit gewonnen, um uns in Ruhe und strukturiert mit Anyus Gesamtsituation zu beschäftigen.

Entstehung-Verlauf
Behandlung-Verlauf

Mein Fazit nach 13 Monaten TCVM

Ich stehe noch am Anfang meines Weges in der TCVM. Was mich daran fasziniert, ist nicht die Idee einer schnellen Lösung, sondern der Blick auf Zusammenhänge. Dieses System zwingt mich, genauer zu fragen: Was ist die Wurzel? Was ist Ausdruck? Was passt zur Geschichte dieses Tieres?

Und es erinnert mich an etwas, das ich aus der Osteopathie gut kenne: Dass Begleitung oft dann am stärksten wirkt, wenn wir nicht gegen den Körper arbeiten, sondern ihn besser verstehen.

Dieser Beitrag ist meine persönliche Erfahrung. Kein Versprechen. Keine allgemeingültige Aussage. Aber ein ehrlicher Einblick in einen Weg, der mich fachlich und emotional verändert hat – und der mich weiterhin lernen lässt, Schritt für Schritt.

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Tina Doxtader

Wissen, Gefühl und Herz bei der Behandlung von Tieren zu vereinen ist mein Anliegen und so gebe ich es auch weiter.
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