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Manchmal sind es genau diese Fälle, die Dich innehalten lassen. Ein Hund wirkt freundlich, ausgeglichen, unauffällig – und doch stimmt etwas nicht. Kein dramatisches Krankheitsbild, keine eindeutige Diagnose aus schulmedizinischer Sicht. Und trotzdem spürst Du: Hier ist etwas im Ungleichgewicht.

So ein Fall ist Beau.

Inhalte

Ein Hund, der scheinbar „nur“ Hunger hat

Beau ist ein achtjähriger Rüde. Ein ruhiger, sanfter, ausgesprochen freundlicher Hund. Einer von denen, die einfach mitlaufen, sich anpassen, nicht auffallen. Und genau das macht solche Fälle oft so spannend – weil sie auf den ersten Blick unscheinbar wirken.

Seine Besitzerin Sabine, eine meiner Schülerinnen aus der großen TCVM-Fachausbildung und Lasertherapie-Ausbildung, hat ihn zu den Praxistagen mitgebracht. Sie kennt ihn seit Jahren. Und sie hat gespürt: Da stimmt etwas nicht.

Was sie beobachtet hat, ist aus TCVM-Sicht hochinteressant:

  • Ständiger Hunger, vor allem abends zwischen 18 und 20 Uhr
  • Unruhe nach dem Fressen, er bleibt stehen, wirkt suchend, beginnt zu „weinen“
  • Aufstoßen, nicht nur nach dem Fressen
  • Bauchgeräusche (Gluckern)
  • Rötung der Zunge am Abend
  • Risse in der Zunge, teilweise ausgeprägt
  • Leichtes Nasentropfen
  • Allgemeine Schwäche und Müdigkeit

Tierärztlich? Unauffällig.

Und genau hier beginnt die Arbeit mit der TCVM.

Wenn Laborwerte plötzlich doch etwas zeigen

Interessant wurde es, als Sabine zusätzlich eine Kotuntersuchung durchführen ließ. Hier zeigten sich:

  • Verschobene Bakterienstämme
  • Extrem erhöhter Zonulinwert

Das ist aus westlicher Sicht ein Hinweis auf eine gestörte Darmbarriere – ein Thema, das Du vielleicht unter dem Begriff „Leaky Gut“ kennst.

Aus Sicht der TCVM bestätigt das nur das, was wir energetisch ohnehin vermuten:
Die Mitte – also Milz und Magen – ist aus dem Gleichgewicht geraten.

Diagnostik in der TCVM: Wenn der Körper nicht „laut“ spricht

Ich habe Beau zunächst klassisch untersucht:

1. Palpation der diagnostischen Punkte

Über 150 diagnostische Punkte pro Seite.

Und was zeigt er?

Nichts.

Keine Reaktion. Kein Schmerz. Keine Auffälligkeit.

Das ist ein entscheidender Moment. Denn viele denken: Wenn nichts reagiert, ist nichts da.

Das Gegenteil ist oft der Fall.

Ein Körper, der nicht mehr reagiert, ist häufig bereits in einer tieferen Erschöpfung angekommen.


2. Pulsdiagnose

Hier wurde es deutlich.

  • Sehr schwacher Puls insgesamt
  • Extrem schwache Milz-Taststelle
  • Zeichen von Erschöpfung und energetischer Leere

Und genau hier liegt der Schlüssel:

Ich schaue immer zuerst:
Wo ist die größte Schwäche im System?

Denn dort liegt fast immer die Wurzel des Problems.


3. Zungendiagnostik

Auch die Zunge hat uns viel erzählt:

  • Belaglos → Hinweis auf Substanzmangel
  • Abendliche Rötung → Zeichen von Hitzeentwicklung
  • Leichte Herzeinkerbung
  • Minimaler weißer Belag in der Mitte → Kälteanteil im Magenbereich
  • Risse → chronische Schwäche

Das Spannende hier:
Wir sehen gleichzeitig Kälte und Hitze.

Und genau das verwirrt viele Therapeuten.

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Kontrollierte Laserakupunktur: Wenn Du tiefer schauen willst

Da mir die klassische Diagnostik nicht ausgereicht hat, bin ich einen Schritt weiter gegangen:
Kontrollierte Laserakupunktur.

Hier kannst Du gezielt prüfen:

  • Wo liegen Störfelder?
  • Welche Organe sind funktionell betroffen?
  • Wo gibt es organische Belastungen?
  • Wo sitzen Blockaden?

Das Ergebnis bei Beau war eindeutig:

  • Milz/Magen betroffen
  • Dünndarm und Dickdarm beteiligt
  • Organische Störung im Magen- und Dünndarmbereich
  • Wirbelblockaden bei:
    • Blase 21 (Magen-Zustimmungspunkt)
    • Blase 25 (Dickdarm-Zustimmungspunkt)

Das passt exakt zu seinen Symptomen.

Ein entscheidender Punkt: Die Wirbelsäule

Was viele unterschätzen:

Wirbelblockaden haben direkten Einfluss auf die Organe.

Gerade im Bereich:

  • Übergang Brustwirbelsäule → Lendenwirbelsäule
  • Verdauungsorgane
  • nervale Versorgung

Die Blockaden bei Beau waren deutlich spürbar – und vor allem:

Hartnäckig.

Das Lösen solcher Blockaden braucht Zeit. Der Körper reagiert oft sehr intensiv:

  • Gähnen
  • Entspannung
  • inneres „Nachspüren“

Und genau das hat Beau auch gezeigt.

Die eigentliche Ursache: Ein klassisches TCVM-Muster

Wenn Du alle Informationen zusammenführst, ergibt sich ein sehr klares Bild:

Disharmoniemuster:

  • Milz-Qi-Mangel (Wurzel)
  • Magen-Feuer (Symptom)
  • Beteiligung von Dünndarm und Dickdarm
  • Zusätzliche mechanische Blockaden

Das bedeutet:

Die Milz ist zu schwach, um:

  • Nahrung richtig umzuwandeln
  • Qi zu bilden
  • den Magen zu kontrollieren

Dadurch entsteht im Magen:

  • Hitze
  • falscher Hunger
  • Unruhe

Das erklärt auch perfekt:

  • Warum Beau ständig Hunger hat
  • Warum er nach dem Fressen nicht zufrieden ist
  • Warum die Zunge abends rot wird
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Therapie: Warum Du immer beide Seiten behandeln musst

Ein häufiger Fehler:

Nur die Hitze behandeln.

Das wäre hier fatal.

Denn die Hitze ist nicht das Problem – sie ist die Folge.

Deshalb haben wir uns für einen ganz klaren Therapieansatz entschieden:

1. Stärkung der Milz (Wurzeltherapie)

2. Regulation des Magens (Symptomtherapie)

Das lässt sich hervorragend über:

  • Yuan-Quellpunkte
  • Luo-Passagepunkte

kombinieren.

So bringst Du zwei Partnerorgane wieder in Balance.

Der Therapieplan für Beau

Sabine hat von mir einen klaren Fahrplan für die nächsten drei Monate bekommen:

Laserakupunktur

  • Regelmäßige Behandlung der entsprechenden Punkte
  • Fokus auf Milz, Magen, Darm

Wirbelsäule

  • Blockaden wurden gelöst
  • Kontrolle im Verlauf

Fütterung

  • Angepasst auf ein ausgewogenes, gut verträgliches Konzept
  • Schwerpunkt auf leicht verdauliche Komponenten

Kräutertherapie

  • Auswahl einer passenden Doxtader-Mischung
  • Ziel:
    • Mitte stärken
    • Stress reduzieren
    • Magen harmonisieren

Optional:

  • Heilpilze wurden besprochen
  • Entscheidung fiel bewusst auf eine stärkere Kräuterlösung

Ein ganz wichtiger Aspekt: Stress

Sabine hat etwas sehr Entscheidendes beobachtet:

Beau reagiert stark auf familiären Stress.

Und genau das darfst Du niemals unterschätzen.

Denn in der TCVM gilt:

  • Emotionen beeinflussen die Organe
  • Die Mitte reagiert besonders empfindlich

Das bedeutet:

Selbst die beste Therapie wird nicht nachhaltig greifen, wenn der Stress bestehen bleibt.

Möchtest Du diesen Fall noch einmal live sehen?

Wenn Du Dir den gesamten Fall rund um Bo noch einmal in der Praxis anschauen möchtest, habe ich genau das Richtige für Dich:

In meinem YouTube-Video zum Thema
„TCVM-Fall Magenbeschwerden“
nehme ich Dich Schritt für Schritt mit.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Was Du aus diesem Fall lernen kannst

Dieser Fall ist ein Paradebeispiel dafür, wie wichtig es ist, ganzheitlich zu denken.

Was Du mitnehmen solltest:

  • Symptome sind oft nur die Spitze des Eisbergs
  • Ein starker Appetit ist nicht immer ein Zeichen von Gesundheit
  • Wenn ein Tier nicht reagiert, kann das ein Hinweis auf tiefe Erschöpfung sein
  • Milz und Magen müssen immer gemeinsam betrachtet werden
  • Blockaden im Bewegungsapparat können organische Symptome verursachen
  • Stress ist ein zentraler Faktor in der TCVM

Und jetzt bist Du dran

Wenn Du das Gefühl hast, dass genau diese Art zu arbeiten Dich anspricht – strukturiert, tiefgehend und gleichzeitig unglaublich praxisnah – dann lohnt es sich, den nächsten Schritt zu gehen.

In meiner Ausbildung lernst Du nicht nur Theorie, sondern vor allem:

  • wie Du echte Fälle sicher analysierst
  • wie Du Zusammenhänge erkennst, die andere übersehen
  • und wie Du daraus einen klaren, umsetzbaren Therapieplan entwickelst

Du kannst jederzeit mit einer Probelektion starten und Dir selbst ein Bild machen.

Ich freue mich, wenn Du Dich auf diesen Weg einlässt.

Mehr erfahren:

Tina Doxtader

Wissen, Gefühl und Herz bei der Behandlung von Tieren zu vereinen ist mein Anliegen und so gebe ich es auch weiter.
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