Kann eine Tierärztin von der Traditionellen Chinesischen Medizin für Tiere profitieren? Laura Drzemalla sagt ganz klar: Ja. In ihrer täglichen Arbeit und besonders bei ihrem eigenen chronisch erkrankten Pferd hat sie erlebt, wie wertvoll der zusätzliche Blickwinkel der TCVM sein kann. Warum sie sich für die große TCVM-Fachausbildung entschieden hat und welche Erfahrungen sie dabei gemacht hat, erfährst Du in diesem Beitrag.
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Wenn die klassischen Möglichkeiten an ihre Grenzen stoßen
Wer mit chronisch kranken Tieren lebt, kennt dieses Gefühl nur zu gut: Man versucht alles, hält sich an Therapieempfehlungen, lässt Untersuchungen durchführen und hofft bei jedem neuen Behandlungsansatz auf eine Verbesserung. Doch manchmal bleibt der gewünschte Erfolg aus. Die Beschwerden kommen immer wieder zurück oder verändern sich nur kurzfristig.
Genau an diesem Punkt begann für Tierärztin Laura Drzemalla eine Erfahrung, die ihren Blick auf die Tiermedizin nachhaltig erweitert hat.
Laura ist 29 Jahre alt, Tierärztin und absolviert aktuell meine große Fachausbildung für Traditionelle Chinesische Medizin für Tiere. Besonders prägend war für sie die Behandlung eines eigenen Pferdes, das seit langer Zeit unter gesundheitlichen Problemen litt.
Das Pferd zeigte Symptome einer chronisch obstruktiven Bronchitis, also einer chronischen Erkrankung der Atemwege. Hinzu kamen angelaufene Beine und Mauke. Die Situation war belastend, denn trotz tierärztlicher Betreuung kam man nicht mehr wirklich weiter.
„Der Tierarzt kam alle paar Wochen und wollte Kortison spritzen“, berichtet Laura.
Viele Tierhalter kennen solche Situationen. Die Beschwerden sind vorhanden, die Behandlung wird regelmäßig durchgeführt, dennoch stellt sich die Frage, ob es noch weitere Möglichkeiten gibt, das Tier zu unterstützen.
Der Schritt in eine neue Richtung
Zu diesem Zeitpunkt hatte Laura ihre Ausbildung in der Traditionellen Chinesischen Medizin für Tiere gerade abgeschlossen beziehungsweise stand noch am Anfang ihrer praktischen Erfahrungen.
Trotzdem entschied sie sich, die erlernten Methoden bei ihrem eigenen Pferd anzuwenden.
„Wir haben gesagt: Okay, ich versuche das jetzt einfach.“
Dabei nutzte sie insbesondere die Akupunktur als Teil der TCVM.
Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin werden Symptome nicht isoliert betrachtet. Stattdessen wird versucht, Zusammenhänge zwischen Organfunktionskreisen, Meridianen, energetischen Ungleichgewichten und den klinischen Auffälligkeiten eines Tieres zu erkennen.
Die Behandlung orientiert sich dabei nicht ausschließlich an einzelnen Beschwerden, sondern am Gesamtbild des Patienten.
Beobachtungen aus der Praxis
Laura berichtet von Veränderungen, die sie im Verlauf der Betreuung ihres Pferdes wahrnehmen konnte.
Sie beobachtete unter anderem:
- eine ruhigere Atmung
- eine geringere Atemfrequenz
- weniger angelaufene Beine
- eine Verbesserung der Hautveränderungen
- eine insgesamt gesteigerte Lebensqualität
Besonders berührt hat sie die Entwicklung ihres Pferdes im Alltag.
„Sie hat eine ganz andere Lebensqualität.“
Wichtig ist dabei zu betonen, dass jede Erkrankung individuell verläuft und Ergebnisse nicht pauschal auf andere Tiere übertragbar sind. Die Erfahrungen einzelner Tierhalter oder Therapeuten stellen keine Garantie für vergleichbare Entwicklungen bei anderen Patienten dar.
Dennoch zeigen solche Berichte, warum sich immer mehr Tierhalter und auch Tierärzte für ganzheitliche Betrachtungsweisen interessieren.
Warum sich eine Tierärztin für die TCVM interessiert
Viele Menschen gehen davon aus, dass Tierärzte und alternative Therapieformen grundsätzlich Gegensätze darstellen.
In der Realität sieht das oft ganz anders aus.
Gerade Tierärzte verfügen über ein tiefes Verständnis von Anatomie, Physiologie, Pathologie und Diagnostik. Dadurch können sie verschiedene medizinische Ansätze miteinander kombinieren.
Für Laura war die TCVM keine Abkehr von der Schulmedizin.
Im Gegenteil.
Sie sieht die Traditionelle Chinesische Medizin als sinnvolle Erweiterung ihrer Möglichkeiten.
„Ich kann Schulmedizin anbieten, kann aber auch, wenn wir nicht weiterkommen, mit Akupunktur oder anderen alternativen Verfahren unterstützen.“
Genau dieser Gedanke begegnet mir in meinen Ausbildungen immer häufiger.
Viele Teilnehmer möchten sich nicht zwischen zwei Welten entscheiden.
Sie möchten vielmehr lernen, wie verschiedene Betrachtungsweisen sinnvoll miteinander kombiniert werden können.
Lasertherapie als Unterstützung der Zellenergie
Neben den Kräutern nutze ich sehr gerne die Lasertherapie.
Besonders bei geschwächten Patienten hat sich diese Methode in meiner Praxis vielfach bewährt.
Dabei arbeite ich beispielsweise mit:
- Laserblutbehandlungen
- Laser-Stammzelltherapien
- Flächenbehandlungen
- Laserakupunktur
Die Lasertherapie ermöglicht es, den Organismus sanft zu unterstützen, ohne zusätzlichen Stress zu verursachen.
Gerade ältere Tiere oder sehr geschwächte Patienten profitieren häufig von dieser schonenden Herangehensweise.
Oft kombiniere ich Lasertherapie und chinesische Kräuter miteinander.
Symptome verstehen statt nur Beschwerden betrachten
Ein Aspekt der TCVM hat Laura besonders fasziniert.
Die Ursachenforschung.
Während in der klassischen Medizin häufig konkrete Symptome oder diagnostische Befunde im Mittelpunkt stehen, betrachtet die TCVM zusätzliche Zusammenhänge.
Laura beschreibt es so:
„Man kann mit der TCVM oft noch etwas tiefer gehen.“
In der chinesischen Medizin werden unter anderem folgende Aspekte betrachtet:
- energetische Muster
- Veränderungen entlang der Meridiane
- Auffälligkeiten bestimmter Akupunkturpunkte
- Organfunktionskreise
- individuelle Konstitution des Tieres
- Zusammenhänge zwischen verschiedenen Symptomen
Besonders bei chronischen oder komplexen Fällen empfinden viele Therapeuten diesen zusätzlichen Blickwinkel als wertvolle Ergänzung.
Nicht immer lässt sich die Ursache einer Erkrankung auf den ersten Blick erkennen.
Manchmal entstehen Symptome durch mehrere Faktoren gleichzeitig.
Die TCVM bietet hierfür ein eigenes diagnostisches Denkmodell.
Warum Laura sich für meine Ausbildung entschieden hat
Wer nach einer fundierten Ausbildung sucht, hat heute viele Möglichkeiten.
Laura hatte verschiedene Anbieter verglichen und sich intensiv informiert.
Letztendlich fiel ihre Entscheidung auf meine Ausbildung.
Ein Grund war bereits der erste Kontakt.
Nachdem sie eine Probelektion angefordert hatte, telefonierten wir miteinander.
„Man hat sich direkt wohlgefühlt und aufgehoben gefühlt.“
Für mich persönlich ist genau das ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit.
Lernen funktioniert am besten in einer Atmosphäre, in der Fragen erlaubt sind, Unsicherheiten ausgesprochen werden dürfen und niemand Angst haben muss, etwas nicht zu wissen.
Gerade in einem komplexen Fachgebiet wie der TCVM ist das entscheidend.
Struktur statt Informationschaos
Ein Punkt, den Laura besonders hervorhebt, ist der Aufbau der Ausbildung.
Die Traditionelle Chinesische Medizin umfasst zahlreiche Themen:
- Yin und Yang
- Qi
- Essenz
- Organfunktionskreise
- Meridiane
- Diagnostik
- Akupunkturpunkte
- Therapieprinzipien
- Kräuterkunde
- Ernährung
- Fallanalyse
Wer hier ohne Struktur startet, verliert schnell den Überblick.
Deshalb beginne ich bewusst bei den Grundlagen.
Laura beschreibt diesen Aufbau so:
„Man geht das Ganze von Grund auf an.“
Zunächst werden die grundlegenden Konzepte erklärt.
Erst danach folgen die Meridiane, diagnostischen Zusammenhänge und therapeutischen Strategien.
Dadurch entsteht Schritt für Schritt ein stabiles Fundament.
Fragen stellen ist ausdrücklich erwünscht
Ein weiterer Aspekt, der Laura wichtig war, betrifft den Unterricht selbst.
Gerade bei komplexen Themen entstehen ständig neue Fragen.
Gleichzeitig darf eine Ausbildung nicht in endlosen Nebendiskussionen versinken.
Laura schätzt deshalb die Balance zwischen Offenheit und Struktur.
Fragen werden aufgegriffen und beantwortet.
Wenn ein Thema jedoch später im Unterricht ausführlicher behandelt wird, bleibt zunächst der rote Faden erhalten.
Dadurch können die Teilnehmer den Inhalten leichter folgen und verlieren sich nicht in Details, bevor die Grundlagen verstanden wurden.
Lernen auf Augenhöhe
Was mir persönlich besonders wichtig ist:
Ich möchte keine unnahbare Dozentin sein.
Natürlich vermittle ich Fachwissen.
Doch gleichzeitig arbeite ich mit Menschen.
Laura beschreibt unsere Zusammenarbeit deshalb auf eine Weise, die mich sehr berührt hat.
Sie sagt:
„Man fühlt sich nicht wie Schüler und Dozent, sondern als würde man miteinander arbeiten.“
Genau dieses Gefühl möchte ich vermitteln.
Denn Lernen ist für mich kein Frontalunterricht.
Es ist ein gemeinsamer Weg.
Fachwissen für Therapeuten und Tierärzte
Besonders interessant finde ich Lauras Einschätzung als Tierärztin.
Sie betont, dass sie positiv überrascht war, wie detailliert anatomische Zusammenhänge, Fachbegriffe und schulmedizinische Grundlagen in die Ausbildung integriert werden.
Das ist mir tatsächlich sehr wichtig.
Viele meiner Schülerinnen kommen aus unterschiedlichen Bereichen:
- Tierheilpraktik
- Physiotherapie
- Osteopathie
- Tiermedizin
- Hundetraining
- Pferdetherapie
- Tierhaltung
Deshalb versuche ich, Fachwissen so zu vermitteln, dass sowohl Einsteiger als auch medizinisch ausgebildete Teilnehmer profitieren können.
Komplexe Begriffe werden erklärt, ohne dass fachliche Tiefe verloren geht.
Ist die Ausbildung neben dem Beruf machbar?
Eine der häufigsten Fragen lautet:
„Kann ich die Ausbildung überhaupt schaffen, wenn ich Vollzeit arbeite?“
Laura sagt ganz klar:
Ja.
Natürlich handelt es sich um umfangreichen Lernstoff.
Die TCVM ist ein eigenständiges medizinisches System mit vielen Zusammenhängen.
Dennoch ist die Ausbildung bewusst in einzelne Lernblöcke gegliedert.
So können die Inhalte Schritt für Schritt erarbeitet werden.
Ein großer Vorteil besteht außerdem darin, dass alle Inhalte dauerhaft verfügbar bleiben.
Die Vorträge können jederzeit erneut angesehen werden.
Das ermöglicht Lernen im eigenen Tempo.
Gerade Berufstätige profitieren davon enorm.
Warum immer mehr Tierärzte offen für die TCVM werden
Die moderne Tiermedizin entwickelt sich ständig weiter.
Gleichzeitig wächst bei vielen Therapeuten der Wunsch, Tiere noch umfassender zu betrachten.
Die Traditionelle Chinesische Medizin bietet hierfür einen zusätzlichen Blickwinkel.
Sie ersetzt keine notwendige tierärztliche Diagnostik.
Sie kann jedoch helfen, Zusammenhänge anders zu betrachten und neue therapeutische Überlegungen anzustellen.
Dass sich immer mehr Tierärzte für diese Denkweise interessieren, überrascht mich deshalb nicht.
Laura ist dafür ein wunderbares Beispiel.
Sie verbindet fundiertes schulmedizinisches Wissen mit den Möglichkeiten der Traditionellen Chinesischen Medizin und schafft dadurch einen erweiterten Blick auf ihre Patienten.
Mein YouTube-Video zum Thema
Möchtest Du Laura noch einmal persönlich erleben und erfahren, warum sie als Tierärztin von der Traditionellen Chinesischen Medizin für Tiere überzeugt ist? Dann schau Dir jetzt mein Interview mit Laura an:
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Mehr InformationenFazit
Die Geschichte von Tierärztin Laura Drzemalla zeigt eindrucksvoll, warum sich immer mehr medizinisch ausgebildete Therapeuten mit der TCVM beschäftigen.
Nicht weil sie die Schulmedizin ablehnen.
Sondern weil sie ihren Werkzeugkoffer erweitern möchten.
Für Laura bedeutet die Ausbildung zusätzliche Möglichkeiten, Tiere individuell zu begleiten und verschiedene medizinische Ansätze miteinander zu verbinden.
Besonders die Erfahrungen mit ihrem eigenen chronisch erkrankten Pferd haben ihr gezeigt, wie wertvoll ein ganzheitlicher Blick sein kann.
Genau darum geht es in der Traditionellen Chinesischen Medizin für Tiere:
Zusammenhänge erkennen, den individuellen Patienten verstehen und neue Perspektiven für die Begleitung von Tieren entdecken.
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Mehr erfahren:
Tina Doxtader
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