Chronischer Husten beim Pferd ist ein Thema, das nicht nur das Tier, sondern auch den Besitzer über Jahre hinweg zermürben kann. Wenn das geliebte Pferd bei jedem Galoppsprung pumpt, die Nüstern weit gestellt sind und die Luft einfach nicht reichen will, dann leidet man als Pferdehalter mit jeder Faser seines Herzens mit. Genau diese Situation erlebte auch Amara, eine neunjährige Stute, die seit vier Jahren mit massiven Atemproblemen kämpft.
In diesem Beitrag nehme ich Dich mit in ihre Geschichte, zeige Dir Schritt für Schritt, wie die Lasertherapie hier eingesetzt wurde, und erkläre ausführlich, warum diese Methode so wertvoll ist – nicht nur für Amara, sondern für viele andere Pferde und Hunde mit ähnlichen Beschwerden.
Inhalte
Amaras Krankheitsverlauf – vom Infekt zum chronischen Problem
Die Geschichte begann unscheinbar mit einer Atemwegsinfektion. Typisch für diese Erkrankung waren Symptome, die wir in der Traditionellen Chinesischen Medizin dem pathogenen Faktor Wind-Hitze zuordnen:
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Gelber, bakterieller Auswurf
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Hackender, trockener Husten
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Akute Atemwegsentzündung
Doch das eigentliche Problem begann erst danach. Der Infekt heilte nicht vollständig aus. Immer wieder zeigten sich Rückfälle, die Abstände zwischen den Episoden wurden kürzer. Besonders in den Wintermonaten kam es erneut zu Infektionen mit gelbem Auswurf.
Mit der Zeit veränderte sich Amaras gesamte Atmung:
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Bauchatmung mit Ausbildung einer typischen Dampfrinne – ein Zeichen für dauerhafte Überlastung der Atemmuskulatur.
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Geweitete Nüstern schon bei geringer Belastung, sichtbar pumpende Flanken.
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Atemnot im Galopp, die das Reiten fast unmöglich machte.
Ein Pferd mit solch chronischen Beschwerden verliert nicht nur an Leistungsfähigkeit – auch die Lebensqualität sinkt dramatisch.
Erste Behandlungsschritte – die Flächentherapie mit dem Laser
Amara wurde von meiner Schülerin Karen behandelt, die gezielt die Laserflächentherapie auf der Lunge einsetzte. Dabei wurde die Lunge nicht komplett, sondern in überlappenden Abschnitten bestrahlt. Die Methode ist einfach, aber hochwirksam, weil die Zellen die Energie weiterleiten und so eine großflächige Wirkung entsteht.
Laserdusche auf dem Lungenareal
10 Joule pro Fläche
Behandlungszeit: ca. 30 Minuten für beide Lungenflügel
Gezielte Punkte wie der Zustimmungspunkt der Lunge (Blase 13) wurden zusätzlich einbezogen
Die Flächentherapie ermöglicht es, ein großes Areal wie die Lunge gleichmäßig zu stimulieren, ohne das Pferd zu belasten.
Wie wirkt der Laser?
Die Lasertherapie ist kein „mystisches Licht“, sondern beruht auf klaren, biologischen Mechanismen.
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Entzündungshemmung
Proinflammatorische Zytokine – also Botenstoffe, die Entzündungen verstärken – werden reduziert. Dadurch kann sich das entzündete Gewebe beruhigen. -
Durchblutungsförderung
Die Mikrozirkulation in den Lungenbläschen verbessert sich. Sauerstoffaustausch und Abtransport von Stoffwechselprodukten werden erleichtert. -
Schleimlösung
Zäher, festsitzender Schleim wird dünnflüssiger. Pferde können ihn leichter abhusten, was sofort die Atmung erleichtert. -
Muskelentspannung
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Bronchialmuskulatur: Verkrampfungen, die die Atemwege verengen, lösen sich.
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Zwischenrippenmuskeln und Zwerchfell: Auch hier setzt der Laser an, entspannt das Gewebe und erleichtert die Atmung.
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Regeneration des Gewebes
Die Mitochondrien, die „Kraftwerke der Zellen“, werden angeregt, mehr Energie zu produzieren. So kann geschädigtes Gewebe regenerieren und gesünder werden.
Besonders spannend ist die Wirkung auf die glatte Muskulatur der Bronchien: Studien zeigen, dass Laserlicht über neuronale Mechanismen die Spannung dieser Muskeln reduzieren kann. Das bedeutet weniger Bronchospasmen und mehr Luft für das Pferd.
Der Moment der Veränderung – erste Resultate
Schon nach der ersten Behandlung stellte sich bei Amara eine Verbesserung ein. Die Atmung wurde freier, das Pferd konnte leichter Luft holen. Diese schnellen Effekte sind kein Einzelfall.
In meiner Praxis habe ich immer wieder erlebt, dass Lasertherapie bereits in den ersten Sitzungen eine enorme Erleichterung bringen kann. Ich erinnere mich an ein Pferd, das ich mit dem Akupunkturpunkt Magen 40 behandelte – dem klassischen Schleimlöserpunkt. Innerhalb weniger Stunden setzte eine massive Schleimabsonderung ein, die über 12 Stunden anhielt. Danach konnte das Tier endlich wieder frei durchatmen.
Solche Geschichten zeigen, wie tiefgreifend Lasertherapie wirken kann – ohne invasive Eingriffe, sanft und gleichzeitig effektiv.
Weitere Vorteile der Laserflächentherapie
Wenn wir die Lasertherapie ganzheitlich betrachten, zeigt sich ein breites Spektrum an Vorteilen:
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Reduktion chronischer Entzündungen – wichtig bei Erkrankungen wie COPD oder equinem Asthma.
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Förderung des Lymphflusses – Entzündungsstoffe werden besser abtransportiert.
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Schleimlösung und Sekretmobilisation – der Husten wird produktiver, die Atmung freier.
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Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens – viele Pferde zeigen direkt nach der Behandlung Entspannung und ein ruhigeres Atemmuster.
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Langfristige Regeneration – beschädigte Schleimhäute in den Bronchien können sich erholen.
Diese Wirkungskombination macht die Lasertherapie zu einer der wertvollsten Methoden bei chronischen Atemwegserkrankungen.
Persönliche Einordnung aus meiner Erfahrung
Nach über 25 Jahren in der Praxis kann ich sagen: Die Lasertherapie ist eine der Methoden, bei denen ich immer wieder aufs Neue beeindruckt bin, wie schnell Tiere darauf reagieren. Gerade Pferde mit Atemwegserkrankungen profitieren enorm – nicht nur symptomatisch, sondern auch in ihrer Lebensqualität.
Natürlich ersetzt die Lasertherapie nicht das gesamte Management: Haltung, Staubbelastung, Fütterung und Bewegung spielen eine entscheidende Rolle. Aber sie bietet eine wertvolle Möglichkeit, akute Schübe zu lindern und langfristig für mehr Stabilität zu sorgen.
Amara ist dafür ein wunderbares Beispiel.
Video: Amaras Behandlung im Fokus
Damit Du einen noch besseren Eindruck bekommst, habe ich dazu auch ein Video auf meinem YouTube-Kanal erstellt. Dort erzähle ich ausführlich über Amaras Fall und zeige Dir, wie Lasertherapie in der Praxis eingesetzt wird:
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Mehr InformationenDein nächster Schritt
Vielleicht hast Du beim Lesen gemerkt, dass Dich dieses Thema genauso fasziniert wie mich. Und vielleicht stellst Du Dir die Frage: Kann ich das auch lernen?
Die Antwort lautet: Ja!
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Tina Doxtader
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