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In diesem Fall stand vor mir eine junge Haflingerstute. Optisch gesund, gut genährt, aufmerksam – und gleichzeitig hochgradig reaktiv. Panische Reaktionen, hysterisches Verhalten, plötzliches Losrennen, unkontrolliertes Wegspringen. An manchen Tagen reagierte sie so stark auf Umweltreize, dass sie ihre Umgebung kaum noch filtern konnte. Wind, Geräusche, Bewegung – alles schien ungefiltert in ihr System einzuschlagen.

Solche Pferde wirken oft „überdreht“, manchmal auch gefährlich im Handling. Doch aus Sicht der TCVM stellt sich eine ganz andere Frage: Was ist innerlich aus dem Gleichgewicht geraten, dass die Seele keinen Halt mehr findet?

Inhalte

Anamnese – dem Pferd zuhören, bevor man es berührt

Bevor ich ein Pferd palpiere, bevor ich Puls oder Zunge anschaue, lasse ich erzählen. Die Besitzerin bekommt Raum, ihr Pferd zu beschreiben, Veränderungen zu schildern, kleine Details zu benennen, die im Alltag auffallen. Genau hier liegen oft die entscheidenden Hinweise.

Schreckhaftigkeit kommt selten „einfach so“. Sie entwickelt sich. Und sie hat fast immer eine innere Ursache.

Puls- und Zungendiagnostik – der erste klare Hinweis

Ich beginne meine Untersuchung grundsätzlich mit der Pulsdiagnostik im chinesischen Sinne und der Zungendiagnostik. Die Zunge dieser Stute war schmal und blass. Kein Belag, keine Fülle, keine Hitzezeichen. Für mich ein sehr deutlicher Hinweis auf Blutmangel.

Auch der Puls bestätigte, was sich bereits abzeichnete: eine Shen-Störung, genauer gesagt ein Herz-Blutmangel.
In der TCVM ist das Herz nicht einfach ein Organ. Es ist der Sitz des Shen – der Seele, des Bewusstseins, der inneren Stabilität. Fehlt dem Herzen Blut, fehlt dem Shen seine Verankerung. Das Ergebnis: Unruhe, Schreckhaftigkeit, emotionale Überreaktionen.

Palpation – wenn der Körper zunächst schweigt

Nach der Anamnese begann ich mit der Palpation. Ich tastete die diagnostischen Akupunkturpunkte, suchte nach Reaktionen, nach Schmerz, nach Abwehr. Auffällig war zunächst: Die klassischen diagnostischen Punkte reagierten nicht. Alles schien ruhig.

Gleichzeitig wies ich die Besitzerin darauf hin, dass die Stute bereits deutlich Fett im Mähnenkamm zeigte. Für ein so junges Pferd war die Haltung fast schon zu gut. Auch das gehört zur ganzheitlichen Betrachtung. Denn langfristig kann daraus ein Risiko entstehen – Stichwort Stoffwechsel und mögliche Reheneigung.

Wenn Punkte stumm bleiben – warum ich dann zum Laser greife

Bleiben diagnostische Punkte unauffällig, bedeutet das nicht, dass keine Störung vorliegt. In solchen Fällen nutze ich sehr gezielt die pulsgestützte RAC-Diagnostik mit dem Laser.

Ich überprüfe dabei die sogenannten Shu-Punkte und den äußeren Ast des Blasenmeridians – ein Bereich, der in der TCVM stark mit Chronizität und Emotionalität verknüpft ist. Schon hier zeigte sich eine deutliche Reaktion.

Als ich in den Nierenbereich kam, wurde es besonders spannend. Die Niere steht in der chinesischen Medizin für Urängste, für tiefe emotionale Unsicherheit. Und genau dort reagierte die Stute deutlich. Sie zuckte, reagierte auf kleinste Reize, war innerlich kaum noch bei sich.

Es war ein windiger, kühler Tag. Nicht gemütlich, nicht einladend. Und genau solche äußeren Bedingungen verstärken innere Disharmonien. Im Gesicht dieser Stute konntest Du deutlich sehen: Entspannung sieht anders aus.

Das Herz als Schlüssel – Laserakupunktur gezielt eingesetzt

In der RAC-Diagnostik zeigte sich eine sehr starke Reaktion im Funktionskreis Herz. Deshalb begann ich die Behandlung mit Blase 15, dem Zustimmungspunkt des Herzens. Ziel: das Herz stärken, den Shen beruhigen, dem Pferd innerlich Halt geben.

Als nächstes wählte ich einen Punkt, den ich aus Erfahrung besonders liebe – den sogenannten Shen Men. Ich nenne ihn gerne „Wolke 7“, weil er das Tier emotional wie auf Wolken bettet. Dieser Punkt wirkt tief beruhigend auf die Seele.

Und genau das zeigte sich sofort. Die Stute begann abzuschnauben, zu kauen, ließ sichtbar los. Sie bestätigte den Punkt eindeutig.

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Besitzer einbeziehen – Therapie endet nicht nach der Behandlung

Mir ist es enorm wichtig, dass Besitzer aktiv eingebunden werden. Deshalb zeigte ich der Besitzerin die genaue Lokalisation dieses Punktes, damit sie ihn regelmäßig akupressieren kann.

Zusätzlich zeigte ich ihr den Yin Tang, den ich in dieser Sitzung genadelt hatte, um das Pferd weiter zu beruhigen. Auch dieser Punkt eignet sich hervorragend für die Akupressur zu Hause – selbstverständlich ohne Nadel.

Ergänzend erklärte ich ihr die Lage des Tong Tian, der etwas tiefer liegt und ebenfalls stark auf die emotionale Balance wirkt. Die Besitzerin begann bereits, diese Punkte regelmäßig zu akupressieren.

Wichtig dabei: kein hektisches Reiben. Besser ist ein ruhiger, statischer Druck. Präsenz. Ruhe. Atmung. Genau das überträgt sich auf das Pferd.

Chinesische Kräuter – unverzichtbar bei Shen-Störungen

Bei Shen-Störungen komme ich fast nie ohne chinesische Kräuter aus. In diesem Fall ließ ich eine individuelle Kräuterrezeptur anfertigen. Bevor ich etwas verordne, schaue ich immer: Akzeptiert das Pferd die Mischung?

Die Stute war zunächst skeptisch. Sie schnupperte, zögerte – und fraß dann tatsächlich den ersten Pressling. Ein wichtiger Moment. Denn Akzeptanz ist auch energetisch relevant.

Der Plan:

  • regelmäßige Akupressur durch die Besitzerin

  • eine dreimonatige Kur mit chinesischen Kräutern

  • Fokus auf Beruhigung des Shen und gleichzeitige Blut-Tonisierung

Mein Fazit aus der Praxis

Schreckhaftigkeit ist kein Erziehungsproblem. Sie ist ein Ausdruck innerer Leere, emotionaler Unsicherheit und energetischer Dysbalance. Gerade junge Pferde zeigen uns sehr ehrlich, wenn etwas nicht stimmt.

Die TCVM bietet hier einen unglaublich tiefen, respektvollen Ansatz. Sie schaut nicht auf Symptome – sie sucht nach Ursachen.

Und genau das liebe ich an meiner Arbeit.

Video: TCVM-Fall Schreckhaftigkeit – die Behandlung im Detail

Wenn Du diesen Fall nicht nur lesen, sondern live miterleben möchtest, dann empfehle ich Dir mein begleitendes YouTube-Video zu diesem Fall.

Möchtest Du genau solche Fälle sicher beurteilen und behandeln können?

Vielleicht hast Du beim Lesen gespürt, dass Dich diese Art der Arbeit anspricht. Dass Du nicht einfach Verhalten korrigieren möchtest, sondern verstehen willst, warum ein Pferd emotional aus dem Gleichgewicht gerät – und wie Du es nachhaltig begleiten kannst.

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Tina Doxtader

Wissen, Gefühl und Herz bei der Behandlung von Tieren zu vereinen ist mein Anliegen und so gebe ich es auch weiter.
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