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„Man hat schon alles versucht.“

Diesen Satz höre ich in meiner Praxis seit vielen Jahren immer wieder. Oft sitzen mir Tierhalter gegenüber, die bereits eine lange Reise hinter sich haben. Sie waren bei verschiedenen Tierärzten, haben mehrere Therapien ausprobiert, unterschiedliche Diagnosen erhalten und viel Geld, Zeit und Emotionen investiert. Trotzdem geht es ihrem Hund oder Pferd nicht wirklich besser.

Viele dieser Tiere gelten irgendwann als „austherapiert“.

Doch genau an diesem Punkt beginnt für mich häufig die eigentliche Arbeit.

In meinen inzwischen über 26 Jahren als Tierheilpraktikerin habe ich unzählige chronische und komplexe Fälle begleitet. Tiere mit langjährigen Hautproblemen, chronischen Atemwegserkrankungen, Arthrosen, Verdauungsstörungen, neurologischen Auffälligkeiten, Verhaltensproblemen oder schwerwiegenden Mehrfacherkrankungen. Fälle, bei denen andere bereits gesagt haben: „Da kann man nichts mehr machen.“

Meine Erfahrung zeigt jedoch immer wieder: Solange ein Tier noch Lebenskraft besitzt, lohnt es sich, genau hinzuschauen.

Natürlich kann niemand Heilung versprechen. Das wäre weder seriös noch verantwortungsvoll. Aber sehr häufig lassen sich Lebensqualität, Wohlbefinden und körperliche Funktionen positiv unterstützen. Genau deshalb gebe ich diesen Tieren eine Chance.

Inhalte

Warum chronische Fälle anders betrachtet werden müssen

Ein chronisch krankes Tier ist nicht einfach nur ein Tier mit einer Diagnose.

Das ist einer der wichtigsten Unterschiede in meiner Herangehensweise.

Viele Patienten bringen nicht nur eine Erkrankung mit. Sie tragen häufig einen ganzen Rucksack voller gesundheitlicher Belastungen.

Da gibt es vielleicht die Arthrose. Gleichzeitig bestehen Verdauungsprobleme. Zusätzlich kommt eine Hauterkrankung hinzu. Vielleicht gibt es noch wiederkehrende Entzündungen, Schlafprobleme, Verhaltensauffälligkeiten oder eine lange Vorgeschichte mit Medikamenten.

Hinzu kommen oftmals emotionale Belastungen.

Tiere erleben Stress. Sie erleben Verluste. Sie erleben Unsicherheit, Schmerzen oder langanhaltende Belastungen. Auch diese Faktoren spielen aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin eine wichtige Rolle.

Deshalb beginne ich niemals damit, nur die Diagnose zu behandeln.

Ich betrachte immer das gesamte Tier.

Der häufigste Fehler: Zu viel Bewegung bei zu wenig Kraft

Einer der größten Fehler bei chronischen Fällen besteht darin, sofort alles verändern zu wollen.

Viele Therapeuten möchten direkt Blockaden lösen, Schmerzen behandeln oder pathogene Faktoren ausleiten.

Doch bevor Bewegung entstehen kann, muss zunächst genügend Kraft vorhanden sein.

Stell Dir einen alten Baum vor, dessen Wurzeln kaum noch Wasser bekommen. Wenn Du nun versuchst, die Äste zu bewegen, wird der Baum dadurch nicht gesünder. Zuerst müssen die Wurzeln gestärkt werden.

Genau so arbeite ich auch bei chronischen Patienten.

Mein erster Blick gilt immer der Frage:

Wie viel Kraft besitzt dieses Tier überhaupt noch?

Zuerst baue ich die Kraft des Körpers auf

In der Traditionellen Chinesischen Medizin sprechen wir von verschiedenen Formen der Körperkraft.

Dazu gehören unter anderem:

  • Qi (Lebensenergie)
  • Blut
  • Yin
  • Yang
  • Essenz

Bei chronisch kranken Tieren zeigen sich hier häufig deutliche Defizite.

Manche Tiere haben kaum noch Energie.

Andere wirken innerlich ausgetrocknet und zeigen Hinweise auf einen Yin-Mangel.

Wieder andere frieren ständig, bewegen sich nur ungern oder zeigen Anzeichen eines Yang-Mangels.

Wenn ich feststelle, dass dem Organismus die notwendige Kraft fehlt, beginne ich zunächst mit dem Aufbau.

Denn nur ein Körper, der ausreichend Energie besitzt, kann Veränderungen überhaupt umsetzen.

Die Bedeutung chinesischer Kräuter

Gerade bei komplexen Fällen arbeite ich häufig zunächst mit chinesischen Kräutern.

Viele Menschen erwarten, dass ich sofort akupunktiere oder laserakupunktiere.

Tatsächlich verbringe ich aber oftmals Wochen oder sogar Monate damit, zunächst die Grundlagen zu stärken.

Die chinesischen Kräuter ermöglichen mir dabei eine sehr gezielte Unterstützung.

Oft arbeite ich hierbei mit meinen eigenen Doxtader-Mischungen, die ich speziell für unterschiedliche Disharmoniemuster entwickelt habe.

Je nach Situation kann eine solche Aufbauphase durchaus mehrere Monate dauern.

Das klingt für manche Tierhalter zunächst ungewohnt.

Doch ein chronischer Prozess entsteht nicht innerhalb weniger Tage. Deshalb darf auch die Stabilisierung Zeit benötigen.

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Lasertherapie als Unterstützung der Zellenergie

Neben den Kräutern nutze ich sehr gerne die Lasertherapie.

Besonders bei geschwächten Patienten hat sich diese Methode in meiner Praxis vielfach bewährt.

Dabei arbeite ich beispielsweise mit:

  • Laserblutbehandlungen
  • Laser-Stammzelltherapien
  • Flächenbehandlungen
  • Laserakupunktur

Die Lasertherapie ermöglicht es, den Organismus sanft zu unterstützen, ohne zusätzlichen Stress zu verursachen.

Gerade ältere Tiere oder sehr geschwächte Patienten profitieren häufig von dieser schonenden Herangehensweise.

Oft kombiniere ich Lasertherapie und chinesische Kräuter miteinander.

Erst wenn genügend Kraft vorhanden ist, beginne ich mit der Bewegung

Nachdem die Grundlagen gestärkt wurden, folgt der nächste Schritt.

Nun schaue ich mir mögliche Stagnationen an.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin gilt:

Wo Stagnation herrscht, entstehen häufig Beschwerden.

Stagnation kann sich auf ganz unterschiedliche Weise zeigen.

Zum Beispiel als:

  • Schmerzen
  • Bewegungseinschränkungen
  • chronische Entzündungsprozesse
  • emotionale Belastungen
  • Durchblutungsstörungen
  • langanhaltende Funktionsstörungen

Jetzt beginne ich damit, diese Stagnationen Schritt für Schritt zu lösen.

Dabei gehe ich jedoch immer vorsichtig vor.

Denn Bewegung benötigt Energie.

Hat der Organismus nicht genügend Kraft, kann er die Veränderungen nicht umsetzen.

Deshalb lautet mein Grundsatz:

Erst aufbauen, dann bewegen.

Warum Narben häufig unterschätzt werden

Ein Bereich, den ich bei chronischen Patienten grundsätzlich untersuche, sind Narben.

Viele Tierhalter denken bei einer alten Operationsnarbe zunächst nicht an gesundheitliche Probleme.

Aus meiner Erfahrung heraus können Narben jedoch eine erhebliche Rolle spielen.

Besonders nach Operationen, Verletzungen oder Wundheilungsstörungen können sogenannte Störfelder entstehen.

Diese können den Energiefluss beeinträchtigen und langfristig Beschwerden begünstigen.

Deshalb kontrolliere ich jede auffällige Narbe sehr sorgfältig.

Dabei interessiert mich vor allem:

  • Ist die Narbe beweglich?
  • Ist sie schmerzhaft?
  • Zeigt sie Auffälligkeiten?
  • Könnte sie den Energiefluss beeinträchtigen?

Wenn ich Hinweise auf ein Störfeld finde, wird die Narbe gezielt in die Behandlung integriert.

Pathogene Faktoren erkennen und reduzieren

Nach dem Aufbau und der Bearbeitung von Stagnationen richte ich meinen Blick auf mögliche krankmachende Faktoren.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin sprechen wir von pathogenen Faktoren.

Dazu können beispielsweise gehören:

  • Hitze
  • Kälte
  • Feuchtigkeit
  • Schleim

Diese Belastungen können den Organismus dauerhaft beeinträchtigen.

Manche Tiere zeigen deutliche Entzündungszeichen.

Andere leiden unter ausgeprägter Feuchtigkeit oder Schleimbildung.

Wieder andere wirken ständig kalt und kraftlos.

Je nachdem, welche Faktoren dominieren, wird die Therapie individuell angepasst.

Die Bedeutung der außerordentlichen Gefäße

Ein weiterer wichtiger Baustein meiner Arbeit sind die außerordentlichen Gefäße.

Diese spielen in der Traditionellen Chinesischen Medizin eine besondere Rolle.

Sie wirken gewissermaßen als tieferliegende Energiespeicher und Regulationssysteme.

Bei vielen chronischen Patienten zeigen sich hier Auffälligkeiten.

Wenn bestimmte außerordentliche Gefäße nicht optimal arbeiten, kann dies langfristig die Regulationsfähigkeit des Organismus beeinflussen.

Deshalb überprüfe ich auch diesen Bereich sehr sorgfältig und integriere ihn bei Bedarf in das Therapiekonzept.

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Danach beginnt die eigentliche Ursachenarbeit

Wenn Kraft aufgebaut wurde, Stagnationen reduziert wurden und belastende Faktoren berücksichtigt sind, beginnt die eigentliche Ursachenarbeit.

Jetzt frage ich:

Warum ist dieses Tier überhaupt krank geworden?

Genau hier liegt häufig der entscheidende Unterschied zwischen einer kurzfristigen Unterstützung und einer langfristigen Verbesserung.

Die Wurzel eines Problems kann sehr unterschiedlich aussehen.

Manchmal liegt sie in einer tiefen energetischen Schwäche.

Manchmal spielen Fütterungsfehler eine Rolle.

Manchmal sind langjährige Belastungen beteiligt.

Manchmal kommen mehrere Faktoren gleichzeitig zusammen.

Die Ursache wird daher Schritt für Schritt analysiert und anschließend gezielt unterstützt.

Auch die Fütterung spielt eine wichtige Rolle

Ein weiterer Baustein meiner Arbeit ist die Ernährung.

Dabei geht es nicht um radikale Veränderungen.

Gerade chronisch kranke Tiere profitieren häufig von kleinen, gut durchdachten Anpassungen.

Oft reicht es bereits aus,

  • ungeeignete Futtermittel wegzulassen,
  • bestimmte Komponenten zu ergänzen,
  • die Fütterung besser an die individuelle Situation anzupassen.

Diese Veränderungen erfolgen immer behutsam und orientieren sich am jeweiligen Tier.

Warum ich austherapierte Tiere nicht vorschnell aufgebe

Natürlich gibt es Grenzen.

Nicht jeder Organismus kann vollständig regenerieren.

Nicht jede Erkrankung lässt sich rückgängig machen.

Doch genau deshalb ist der Begriff „austherapiert“ für mich oft schwierig.

Denn selbst wenn eine vollständige Genesung nicht mehr möglich ist, können wir häufig noch sehr viel für das Wohlbefinden eines Tieres tun.

Mehr Lebensfreude.

Mehr Beweglichkeit.

Mehr Energie.

Weniger Beschwerden.

Bessere Lebensqualität.

Und manchmal entstehen Verbesserungen, die zuvor niemand mehr erwartet hätte.

Mein Vorgehen in der Praxis – im Video erklärt

Vielleicht hast Du beim Lesen gemerkt, dass die Behandlung chronischer und komplexer Fälle deutlich mehr umfasst als die reine Betrachtung einer einzelnen Diagnose.

Hier kannst Du Dir das Video ansehen:

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Mehr Informationen

Mein Fazit

Wenn ich einen komplexen chronischen Fall übernehme, arbeite ich niemals nach einem starren Schema.

Ich gehe strukturiert vor, aber immer individuell.

Zuerst baue ich Kraft auf.

Danach löse ich Stagnationen.

Ich berücksichtige Narben und mögliche Störfelder.

Ich analysiere pathogene Faktoren.

Ich beziehe die außerordentlichen Gefäße ein.

Und erst dann arbeite ich Schritt für Schritt an der eigentlichen Ursache.

Dieses Vorgehen hat sich in meiner langjährigen Praxis immer wieder bewährt.

Es ist kein schneller Weg.

Aber häufig ist es genau der Weg, den chronisch kranke Tiere benötigen.

Wenn Du lernen möchtest, wie ich solche komplexen Fälle analysiere und strukturiert begleite, findest Du diese Vorgehensweise ausführlich in meinen Ausbildungen zur Traditionellen Chinesischen Medizin für Hunde und Pferde sowie in meiner Ausbildung zur Lasertherapie für Tiere. Dort vermittle ich meinen Schülerinnen Schritt für Schritt, wie sie auch anspruchsvolle Fälle systematisch betrachten und individuelle Therapiekonzepte entwickeln können.

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Tina Doxtader

Wissen, Gefühl und Herz bei der Behandlung von Tieren zu vereinen ist mein Anliegen und so gebe ich es auch weiter.
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